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3D-Drucker: Der Positron V3 druckt kopfüber und passt in den Rucksack

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Nach über einem Jahr Entwicklungsarbeit ist er fertig: der Positron 3D-Drucker des Makers KRALYN, aktuell in der Version 3. Mit seinen kompakten Maßen von 200 mm × 200 mm × 80 mm passt er genau in eine Filament-Box und lässt sich bequem mit dem Rucksack transportieren.

Der Aufbau vor Ort dauert ca. eine Minute. Danach kalibriert sich das Gerät mithilfe eines Infrarotsensors selbst und druckt mit einem Bauraum von 180 mm × 185 mm × 180 mm und bis zu 250 mm/s schnell. Was fast zu schön klingt, um wahr zu sein, hat KRALYN mit ein paar intelligenten Design-Entscheidungen möglich gemacht.

Begonnen hat alles, weil sich der Maker KRALYN an der bestehenden 3D-Drucker-Landschaft sattgesehen hat. Es habe in den vergangenen Jahren vor allem nur Iterationen bestehender 3D-Drucker gegeben, wie er in dem Vorstellungsvideo des Positron V3 (siehe unten) beschreibt. Deshalb habe er sich etwas Neues überlegt: einen zuverlässigen 3D-Drucker für unterwegs. Die Hürden, die er während der Entwicklung bewältigen musste, haben die ungewöhnliche Gestalt des Positron geprägt.

Wenn der 3D-Drucker aufgeklappt ist, fällt sofort der umgedrehte Druckkopf ins Auge. Mit der gläsernen Druckplattform über dem Hotend wirkt der Positron fast wie ein Harzdrucker, er befördert jedoch PLA- oder PETG-Filament – nach oben. Das funktioniert sehr gut, wie KRALYN in seinem Video zeigt. Selbst Überhänge druckt der Positron mühelos.

Dass er den Druckkopf nach unten versetzt hat, begründet der Maker damit, dass es Platz spart und den Drucker gleichzeitig stabilisiert. Je tiefer sich der Druckkopf befinde, desto weniger Vibrationen sei der 3D-Drucker laut KRALYN ausgesetzt. Inspiriert hat ihn der Inverted H-Bot 3D-Printer von LoboCNC, der ebenfalls nach oben druckt, jedoch um einiges ausladender ist. Um die größtmögliche Druckfläche auf kleinem Raum zu nutzen, hat KRALYN den H-Bot weitergedacht und die X- und Y-Achsen des Positron diagonal zur Grundfläche angeordnet. Die Bewegung der Achsen erfolgt mithilfe von Synchromesh (Synchroner Triebriemen), die dünner sind als die üblicherweise verwendeten Riemen und sich flexibel umlenken lassen.

Da KRALYN die Produktion des Positron selbst nicht gewährleisten kann, stellt er allen Interessierten sämtliche Baupläne des Open-Source-Projekt auf GitHub kostenfrei zur Verfügung. Zusätzlich soll demnächst ein Aufbauvideo auf seinem Youtube-Kanal erscheinen. Die kommerzielle Nutzung des Designs ist erlaubt und KRALYN hofft sogar, dass 3D-Drucker-Hersteller Interesse an seinem Entwurf finden und ihn produzieren.


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(akf)

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