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Angebot akzeptiert: Elon Musk kann Twitter übernehmen

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Der Unternehmer Elon Musk übernimmt Twitter. Nach Verhandlungen am Wochenende haben Vorstand und Verwaltungsrat des sozialen Netzwerks dem Übernahmeangebot am Montag doch noch zugestimmt. Musk wird 54,20 US-Dollar pro Aktie zahlen, womit das Gesamtvolumen der Übernahme bei rund 44 Milliarden US-Dollar (rund 41 Milliarden Euro) liegt.

Während Analysten davon ausgingen, dass der Verwaltungsrat ab einem Preis von 60 Dollar pro Aktie einen Deal absegnen könnte, betonte Musk mehrfach, dass sein Angebot das letzte sei. Die Aktie hatte am Freitag bei knapp 49 US-Dollar geschlossen. Nach Medienberichten vom Montag, wonach eine Einigung unmittelbar bevorstehen könnte, wendete sich das Blatt: Der Kurs stieg im vorbörslichen Handel am Montag zeitweise auf über 51 US-Dollar.

Twitter-Chef Parag Agrawal meinte anlässlich des Deals, „Twitter hat einen Zweck und eine Bedeutung, die sich auf die ganze Welt auswirkt“. Elon Musk versicherte, „Twitter ist der digitale Marktplatz, auf dem wichtige Themen für die Zukunft der Menschheit debattiert werden“: „Ich möchte Twitter auch besser machen als je zuvor, indem ich das Produkt mit neuen Funktionen ausbaue, die Algorithmen als Open Source zur Verfügung stelle, um das Vertrauen zu erhöhen, die Spam-Bots besiege und alle Menschen authentifiziere. Twitter hat ein enormes Potenzial – ich freue mich darauf, mit dem Unternehmen und der Nutzergemeinschaft daran zu arbeiten, es zu erschließen.“

Musk hatte seine Position bei Twitter vor drei Wochen ausgebaut und war damit zum größten Einzelaktionär des Unternehmens aufgestiegen. Einen Sitz im Verwaltungsrat lehnte der Tesla-Gründer jedoch anschließend ab und kündigte stattdessen an, auch die restlichen Aktien übernehmen zu wollen. Als Verwaltungsratsmitglied wäre ihm das nicht erlaubt gewesen. Musk, der selbst ein aktiver Nutzer ist, will Twitter wieder zu einer „globalen Plattform für Redefreiheit“ machen.

Das Twitter-Management war zunächst alles andere als erfreut und versuchte, Musks als feindlich empfundenen Übernahmeversuch abzuwehren. Der Verwaltungsrat hatte dafür einer sogenannte „Giftpille“ zugestimmt: Sollte der Aktienanteil Musks (oder eines anderen Anlegers) 15 Prozent übersteigen, sollten die anderen Anleger die Gelegenheit erhalten, neue Aktien zu kaufen. Damit wäre Musks Anteil verwässert worden.

In der vergangenen Woche hatte Musk dann das nötige Kleingeld beisammen und konnte dabei auch einige Banken von seinem Plan überzeugen. Damit drehte die Stimmung zugunsten des Tesla-Chefs – und das nicht nur an der Wall Street, die mit steigenden Kursen auf die Nachricht reagierte. Twitters Management verabschiedete sich von der Giftpille und stimmte Verhandlungen mit Musk zu.


(vbr)

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