Start Apple Apple will, dass die britische Regierung die Snooper-Charta eindämmt

Apple will, dass die britische Regierung die Snooper-Charta eindämmt

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Tim Cook ist ein lautstarker Gegner jeder Form der Schwächung der Verschlüsselung, und jetzt hat sich Apple gegen das Ermittlungsgesetz der britischen Regierung ausgesprochen – auch bekannt als die Charta des Schnüfflers. Der Gesetzentwurf, der sich derzeit im Entwurf befindet, sieht vor, dass ISPs den Browserverlauf der Kunden ein Jahr lang aufbewahren und Technologieunternehmen auffordern, Hintertüren zu implementieren, die eine Umgehung der Verschlüsselung ermöglichen.

Apple hat ernsthafte Bedenken bezüglich des Gesetzesentwurfs in seiner jetzigen Form und fordert umfassende Änderungen. Das Unternehmen hat bekanntlich den Zugriff auf verschlüsselte iMessage-Chats verweigert, und diese Haltung wiederholt es.

Das Unternehmen sagt, dass es einfach nicht möglich ist, Hintertür-Zugriff auf Daten zuzulassen, ohne die Verschlüsselung für alle zu schwächen. Es äußerte auch Bedenken, dass das Gesetz das Hacken von Computern durch die Regierung auf der ganzen Welt legalisieren würde. In einer Vorlage an den Ausschuss, der den Gesetzentwurf beaufsichtigt, sagt Apple:

Wir halten es für falsch, die Sicherheit für Hunderte Millionen gesetzestreuer Kunden so zu schwächen, dass sie auch für die wenigen, die eine Bedrohung darstellen, geschwächt wird. In dieser sich schnell entwickelnden Cyber-Bedrohungsumgebung sollten Unternehmen weiterhin die Möglichkeit haben, eine starke Verschlüsselung zum Schutz ihrer Kunden zu implementieren.

Dies ist ein Gefühl, das die Worte von CEO Tim Cook widerspiegelt, und Apple macht einen Punkt, gegen den man nur schwer argumentieren kann:

Die Schaffung von Hintertüren und Abfangfunktionen würde den in Apple-Produkten integrierten Schutz schwächen und alle unsere Kunden gefährden. Ein Schlüssel unter der Fußmatte wäre nicht nur für die Guten da. Die Bösen würden es auch finden.

Besonders alarmierend ist, dass der Gesetzentwurf der britischen Regierung weltweite Befugnisse einräumen würde – etwas, das viele nicht nur als invasiv, sondern auch als äußerst undemokratisch ansehen würden. Apple sagt dass dies eine unangenehme Beziehung zu den Kunden schaffen würde:

Es würde Unternehmen wie Apple – deren Beziehung zu Kunden teilweise auf Vertrauen in den Umgang mit Daten beruht – in eine sehr schwierige Lage bringen. Für den Verbraucher beispielsweise in Deutschland könnte dies ein Hacken seiner Daten durch ein irisches Unternehmen im Auftrag des britischen Staates im Rahmen eines Sammelbefehls bedeuten – eine Aktivität, die der Anbieter nicht einmal bestätigen oder ablehnen darf. Unter solchen Umständen das Vertrauen aufrechtzuerhalten, wird äußerst schwierig sein.

Die betroffenen Unternehmen müssen sich mit einer Reihe von sich überschneidenden ausländischen und inländischen Gesetzen auseinandersetzen. Wenn diese Gesetze unweigerlich in Konflikt geraten, müssen die Unternehmen zwischen ihnen vermitteln, da sie wissen, dass sie dabei Sanktionen riskieren können. Das ist eine unvernünftige Position.

Bildnachweis: Ruslan Grechka / Shutterstock



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