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Apples neues Warnsystem gegen iPhone-Spionageangriffe warnt Mitarbeiter des US-Außenministeriums › Macerkopf

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| 18:33 Uhr | 0 Kommentare

Ende letzten Monats haben wir berichtet, dass Apple Nutzer zukünftig warnen will, wenn ihre iPhones von einer Regierung womöglich ausspioniert werden. Es hatte nur einen Tag gedauert, bis die ersten Spionageangriff-Meldungen ausgelöst wurden. Nun gibt es weitere Warnmeldungen, dieses Mal bei Mitarbeitern des US-Außenministeriums.

Fotocredit: Apple

Mitarbeiter des US-Außenministeriums erhalten Spionagewarnung

Als Teil von Apples Initiative zur Bekämpfung von staatlich geförderter Spionagesoftware führte das Unternehmen ein System ein, das Nutzer warnt, wenn sie vermutlich Ziel solcher Angriffe sind. Jetzt haben laut Reuters mindestens neun Mitarbeiter des US-Außenministeriums eine Warnmeldung von Apple erhalten, dass sie möglicherweise von staatlich geförderter Spionagesoftware des israelischen Unternehmens NSO Group betroffen sind.

Die Benachrichtigungen werden den betroffenen Nutzern per E-Mail und iMessage an die Adressen und Telefonnummern zugestellt, die mit den Apple IDs der Nutzer verknüpft sind. Ein auffälliges Banner mit der Aufschrift „Threat Notification“ wird außerdem oben auf der Webseite angezeigt, wenn sich die betroffenen Benutzer bei ihren Accounts im Apple ID Webportal anmelden.

Apple räumt ein, dass es bei den Benachrichtigungen auch zu Fehlalarmen kommen kann und dass einige Angriffe unentdeckt bleiben können, da das Unternehmen mit immer neuen Taktiken von staatlich motivierten Angreifern konfrontiert ist. Zudem rät Apple den Betroffenen, die neueste iOS-Version auf ihren iPhones zu installieren, da die bisher von Regierungen genutzte Schwachstelle mittlerweile geschlossen wurde.

Apple geht gegen NSO Group vor

NSO Group Technologies ist verantwortlich für die Spionagesoftware Pegasus, die in staatlich geförderten Überwachungskampagnen in einer Reihe von Ländern eingesetzt wurde. Das israelische Unternehmen nutzt Schwachstellen in iOS und anderen Plattformen aus, wobei die Technologie unter anderem genutzt wird, um Journalisten, Aktivisten und Regierungsbeamte zu infiltrieren. Ein Sprecher der NSO Group erklärte gegenüber Reuters, dass das Unternehmen gegen Kunden, die seine Tools illegal nutzen, ermitteln und gegebenenfalls rechtliche Schritte einleiten werde.

Letzten Monat reichte Apple eine Klage gegen die NSO Group ein, um sie für staatlich geförderte Spionageprogramme, die auf Apple-Nutzer abzielen, „zur Verantwortung zu ziehen“. Apple kündigte zudem an, 10 Millionen US-Dollar an Organisationen zu spenden, die sich mit der Aufdeckung von Cyberüberwachung befassen.



Quelle

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