Start Nachrichten Bandspeicher, VMware, OpenZFS und mehr: Der Storage-Überblick zur AWS re:Invent

Bandspeicher, VMware, OpenZFS und mehr: Der Storage-Überblick zur AWS re:Invent

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Eine ganze Reihe neuer Storage-Features hat Amazon im Rahmen seiner re:Invent 2021 angekündigt. Viele betreffen den Backup-Dienst des Cloud-Anbieters. Dieser kann nun auch VMware-VMs sichern, unabhängig davon, ob sie On-Premises oder in der AWS-Cloud laufen. Hierzu müssen Administratoren ein Gateway zum Hypervisor einrichten, anschließend können sich die Art des Backups konfigurieren. Voraussetzung ist wenigstens VMware ESXi 6.7.x oder 7.0.x.

Noch in einer Preview befindet sich der neue Backup-Support für Amazons Simple Storage Service (S3). Voraussetzung ist, dass versionierte S3-Buckets zum Einsatz kommen. Anschließend stehen diese als Ressourcen in der Backup-Konsole zur Verfügung. Zunächst legt AWS einen vollständige Snapshot an, gefolgt von inkrementellen Sicherungskopien. Im Fall der Fälle lassen sich einzelne S3-Objekte oder der vollständige S3-Bucket wiederherstellen – auf Wunsch auch in einem neuen S3-Bucket.

Des Weiteren hat Amazon seinen Datenmigrationsdienst Snowball Edge auf Bandspeicher ausgeweitet. Hierbei handelt es sich um Geräte, die beim Kunden große Datenmengen speichern und anschließend den Weg ins AWS-Rechenzentrum nehmen. Dies bietet sich zum Beispiel an, weil die Daten nicht übers öffentliche Internet übertragen werden sollen oder weil dies schlicht zu lange dauern würde. Bis zu 80 TByte Tape-Daten lassen sich so pro Gerät ins Glacier-Archiv von Amazon verschieben und dort als virtuelle Bandlaufwerke weiterverwenden.

Obwohl die Glacier-Instanzen vor allem für die langfristige Datenaufbewahrung gedacht ist, offeriert AWS von nun an auch eine Instant-Retrieval-Variante. Diese ist weiterhin auf niedrige Kosten und seltenen Zugriff hin optimiert, bietet aber eine niedrigere Latenz und höheren Datendurchsatz – zu vergleichen mit der Leistung von S3 Standard-Infrequent Access. In S3 Intelligent-Tiering – das für Storage-Objekte automatisch die günstigste Zugriffsvariante auswählt – führt Amazon außerdem einen Archive Instant Access ein. Im Gegensatz zu Frequent und Infrequent Access wurden hier die Objekte seit wenigstens 90 Tagen durchgängig nicht abgerufen.

Weitere Ankündigungen gab es für Amazon FSx: Mit dem Dienst lassen sich populäre Dateisysteme mit wenigen Klicks in der Cloud und vollständig von AWS verwaltet einrichten lassen. Neu ist der Support von OpenZFS, das sich Lustre, Windows File Server und NetApp ONTAP hinzugesellt. Unter der Haube kommen für OpenZFS Graviton-Server zum Einsatz, auf die Volumen können lokale oder Cloud-Clients per NFS zugreifen. Derzeit arbeitet Amazon an der Skalierung von Storage und IOPS sowie einer Hochverfügbarkeitsfunktion. FSx für Lustre lässt sich überdies ab sofort mit S3-Speichern synchronisieren.

Gelöschte Snapshots des Amazon Elastic Block Store wandern nun auf Wunsch zunächst in einen Papierkorb. Wann das geschieht, können Administratoren vorab festlegen. Obendrein lassen sich EBS-Snapshots ab sofort in ein eigenes Archiv verschieben. Es ist als günstiges Backup gedacht – statt also Snapshots mit komplexen Skripten zum Beispiel zu AWS Glacier zu kopieren, bietet EBS nun direkt eine solche Funktion.

Alle Informationen zu den Storage-Ankündigungen von Amazon finden sich auf der Überblickseite der re:Invent.


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(fo)

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