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Behörde lehnt Förderung für Starlink ab: SpaceX hält Versprechen nicht

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Das Satelliten-Internet von SpaceX sei zu langsam, um mit öffentlichen Geldern unterstützt zu werden.

Die für Rundfunk, Satellit und Kabel zuständige US-Behörde FCC streicht die Förderung für das Starlink-Projekt. Insgesamt standen dem Unternehmen 886 Millionen US-Dollar zu Verfügung, um ländliche Gebiete mit dem Satelliten-Internet zu versorgen. 

Im Rahmen des Rural Digital Opportunity Fund über 5 Milliarden Dollar in den Ausbau von Breitband-Internet und Glasfaser in 47 Bundesstaaten fließen. 2 der ausgewählten Firmen – das Raumfahrtunternehmen SpaceX und ein Internetdienstanbieter namens LTD Broadband – gehen nun leer aus.

Starlink erfüllt Anforderungen nicht

In einem Statement gab die FCC bekannt, dass “die Anwendungen nicht zeigen, dass die Anbieter ihre Versprechen einhalten konnten”. FCC-Vorsitzende Jessica Rosenworcel fügte hinzu, dass “man es sich nicht leisten kann, Projekte zu unterstützen, die nicht die versprochenen Geschwindigkeiten liefern können oder andere Anforderungen des Programms nicht erfüllen können.”

Die FCC sprach SpaceX im Dezember 2020 vorläufig 886 Millionen US-Dollar zu, um ihr Starlink-Angebot in gut 640.000 Orten in 35 Bundesstaaten zur Verfügung zu stellen. Ziel war, in 99,7 Prozent der Ortschaften eine Internetgeschwindigkeit von mindestens 100 Megabit/Sekunde anbieten zu können.

“Starlinks Technologie zeigt wirkliches Potential”, zeigt sich Rosenworcel überzeugt. “Die Frage ist aber, ob wir die immer noch in Entwicklung befindliche Technologie mit öffentlichen Geldern unterstützen sollen.” 

Probleme mit Bandbreite

Das Satelliteninternet Starlink wirbt momentan mit Bandbreiten zwischen 50 und 200 Mb/s – zu wenig für die Behörde. Messungen hätten gezeigt, dass die Internetgeschwindigkeit von Ende 2021 bis Mitte 2022 deutlich abnahmen. Ein weiteres Problem seien die hohen Kosten von Starlink. Allein die Satellitenschüssel kostet 599 Dollar, monatlich kommen 110 Dollar für die Internetnutzung hinzu.

Zuletzt hatte Starlink mehrfach mit Problemen zu kämpfen, die versprochene Bandbreiten zu liefern. Grund dafür scheinen Überlastungen durch zu viele Nutzer*innen zu sein, die teilweise nur noch 5 Megabit pro Sekunde empfangen konnten. SpaceX will daher mehr Satelliten ins All schicken, was aber Zeit benötigt.

Starlink besteht aus 2.700 Satelliten (Stand: Juli 2022), die in einem erdnahen Orbit um die Erde kreisen und auch entlegene Orte über eigene Satellitenschüsseln mit Internet versorgen können. Im Juni zählte das Satelliteninternet 500.000 aktive Nutzer*innen

 



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