Start Technik heute Android Brexit: Kritik an Android-only-App zur Beantragung des Settled Status

Brexit: Kritik an Android-only-App zur Beantragung des Settled Status

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Europa- und Unionsflagge mit Android-Logo

Mehrere britische und europäische Politiker haben an den britischen Innenminister Sajid Javid geschrieben, um sich über die mobile App EU Exit der Regierung zu beschweren.

Die App wurde entwickelt, um es EU-Bürgern zu ermöglichen, im Zuge des Referendums, mit dem der Brexit-Prozess eingeleitet wurde, einen „settled status“ im Vereinigten Königreich zu beantragen. Der Regierung wird „digitale Diskriminierung“ vorgeworfen, weil die App nur für Android-Geräte verfügbar ist – und zwar nur für relativ moderne. iPhone-Nutzer wurden ebenso wie diejenigen mit älteren Android-Handys im Regen stehen gelassen, was den Stress und die Besorgnis, die bereits den Brexit umgibt, noch verstärkt.

Insgesamt 71 Abgeordnete haben den offenen Brief unterzeichnet, der besagt, dass die britische Regierung den im Land lebenden EU-Bürgern, die sich bereits durch den Brexit vertrieben fühlen, unnötige Hindernisse in den Weg legt.

Die EU-Exit-App ist seit einigen Wochen verfügbar, aber zunächst wurden nur ausgewählte Nutzer in bestimmten Berufen im Rahmen einer Testphase zur Nutzung eingeladen. Seit dem 21. Januar steht es jedem zur Verfügung, um seinen Niederlassungsstatus zu beantragen, was bedeutet, dass Millionen von EU-Bürgern erst jetzt von der Beschränkung auf Android erfahren.

Die App ermöglicht es Personen, ihre Identität zu bestätigen, indem sie ein Selfie und ein Foto ihres Personalausweises hochladen, sowie NFC verwenden, um biometrische Daten aus ihrem Reisepass zu teilen. Da das Brexit-Datum am 29. März immer näher rückt, wächst unter den EU-Bürgern im Vereinigten Königreich die Panik darüber, wo genau sie stehen werden, wenn das Vereinigte Königreich die Europäische Union verlässt. Die britische Regierung hat zahlreiche Behauptungen aufgestellt, dass EU-Bürger in Großbritannien willkommen sind, aber die Verwirrung über den gesamten Brexit-Prozess, ein verworrenes Verfahren zur Beantragung der Staatsbürgerschaft, des Niederlassungsstatus und des Wohnsitzes, kombiniert mit den Problemen, die die „Windrush-Generation“ erlebt hat erzeugte ein Gefühl von Unbehagen und Misstrauen. Der reine Android-Status der mobilen App hat der Situation nicht geholfen.

In dem Brief an Javid sagen Politiker:

Nach dem Windrush-Skandal ist sich die Öffentlichkeit der administrativen Hindernisse und Schwierigkeiten in unserem Einwanderungssystem sehr bewusst. Das System des Siedlungsstatus für EU-Bürger darf nicht von öffentlichem Misstrauen geplagt werden. Aber diese Betriebssystemschwierigkeiten vermitteln nicht das Vertrauen, das die Öffentlichkeit, unsere EU-Freunde und Parlamentarier brauchen.

Während die EU-Exit-App nicht die einzige Möglichkeit ist, einen Niederlassungsstatus zu beantragen, besteht die Alternative darin, zur Identitätsüberprüfung in eines von nur 13 Zentren im Vereinigten Königreich zu reisen – darunter nur eines, das ganz Schottland bedient. Wie von der . berichtet Wächter, Labour-Abgeordneter Luke Pollard sieht den Umgang der Regierung mit der Situation äußerst kritisch:

Zu versprechen, dass es in Zukunft in Ordnung sein wird, gibt unseren EU-Freunden nicht die Sicherheit oder das Vertrauen, die sie brauchen. Die Minister führen ein System ein, das Besorgnis und Besorgnis hervorruft. Es hätte für jeden EU-Bürger von dem Moment an richtig sein müssen, als das System eingeführt wurde. Sie sollten nicht praktisch auf den Tag warten müssen, an dem wir die EU verlassen, um ein ordnungsgemäß funktionierendes System zu haben.

Pollard ist nur einer von vielen Politikern, die von Bürgern kontaktiert wurden, die feststellten, dass sie die App nicht nutzen konnten, weil sie kein kompatibles Handy haben. Es ist zwar möglich, das Mobilteil einer anderen Person zu verwenden, um den Identitätsüberprüfungsprozess abzuschließen, dies ist jedoch nicht für jeden angenehm.

Bildnachweis: rfranca / Shutterstock



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