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Das Auto des Jahres ist … eine Blamage für deutsche Hersteller

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Die Finalisten für das Auto des Jahres 2022 stehen fest. Dabei fällt auf: E-Autos sind nicht einfach im Kommen, sondern haben Verbrennern im prestigeträchtigen Wettbewerb um das beste Automobil den Rang abgelaufen. Die Runde der Finalisten offenbart auch: Deutsche Hersteller haben ein schwierigen Stand.

Das Auto des Jahres 2022 steht noch nicht fest. Was aber mit Bekanntgabe der Finalisten bereits klar ist: Die großen deutschen Autobauer brauchen nicht um den Sieg bangen. Ob VW, BMW, Mercedes oder Audi – Marken aus Deutschland sind diesmal keine vertreten.

Auto des Jahres 2022: Das sind die Finalisten

Die Jury des prestigeträchtigen Awards für das beste Auto des Jahres hat stattdessen diese sieben Modelle auf die Shortlist für 2022 gesetzt (Quelle: Car of the Year):

  • Cupra Born
  • Hyundai Ioniq 5
  • Peugeot 308
  • Škoda Enyaq iV
  • Ford Mustang Mach-E
  • Kia EV6
  • Renault Mégane E-Tech

Etwas Aufatmen für VW ist damit drin: Mit dem Škoda Enyaq iV und dem Cupra Born sind zwei E-Autos aus dem Volkswagen-Konzern mit im Rennen um Platz 1. Da der Born praktisch eine Kopie des ID.3 auf identischer Plattform ist, kann man sich auch darauf ein bisschen was einbilden in Wolfsburg. Trotzdem bleibt es dabei: Deutsche Kernmarken sind für 2022 nicht vertreten.

Aber warum? Gründe dafür kann es einige geben. So haben deutsche Marken zuletzt etwa im Innovationsranking nicht mit Spitzenpositionen geglänzt. Zwar hatte hier Tesla die Nase vorn, doch auch der amerikanische E-Auto-Pionier hat keine Chance auf das Auto des Jahres.

Dass auch Toyota nicht mit einem Modell unter die Finalisten gekommen ist, spricht allerdings für eine Theorie: Die großen Volumenhersteller scheinen für das kommende Jahr nicht überzeugen zu können. Man könnte auch sagen: Masse macht träge.

Dagegen spricht allerdings etwa VWs Erfolg mit dem ID.4 im Vorjahr. Die vergleichsweise geringen Veränderungen beim ID.5 dürften wohl die Chance auf eine Siegesserie verdorben haben. Toyota bringt sein erstes E-Auto erst Mitte des Jahres auf den Markt, der bZ4X steht damit noch garnicht zur Wahl. Ob er überzeugen könnte, muss sich zeigen.

Diese Irrtümer über E-Autos müsst ihr kennen:

E-Autos sind auf dem Vormarsch

Am Ende bleibt wohl nur ein Schluss: Im Kampf um den Titel des besten Autos ist für 2022 die Konkurrenz besonders stark. Das Feld der Finalisten zeigt zudem überdeutlich, wo es hingeht: Nur der Peugeot 308 ist als klassischer Verbrenner oder Plug-In-Hybrid erhältlich. Sechs von sieben Kandidaten auf den Sieg sind reine E-Autos – ein klares Zeichen für Branche und Verbraucher, obwohl letztere aktuell die Lust auf Elektroantrieb verlässt. Der Sieger wird im kommenden Frühjahr bekanntgegeben.



Quelle

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