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Dienstag: Luca-App ändert Geschäftsmodell, Nordkorea erbeutet Krypto-Millionen

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Die Luca-App hat schon bessere Zeiten gesehen. Schleswig-Holstein lässt den Vertrag mit der COVID-19-App zur Kontaktnachverfolgung auslaufen; alle anderen Bundesländern prüfen ähnliche Schritte. Derweil kommen immer mehr Fälle rechtswidriger Datenabfragen ans Licht. Politiker rufen deswegen schon zum Löschen der Luca-App auf. Deren Betreiber suchen nun nach einem neuen Geschäftsmodell – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Zuletzt hagelte es scharfe Kritik für die Betreiber der Luca-App. Die Mainzer Gesundheitsbehörde hatte auf Bitten der Polizei einen Corona-Infektionsfall simuliert, um an die Daten von Zeugen zu kommen. Nach Bekanntwerden riefen Politiker zum Löschen der Luca-App auf. Zahlreiche Bundesländer haben angekündigt, die Verträge für die Luca-App auslaufen lassen zu wollen. Jetzt gehen die Betreiber der COVID-19-App zur Kontaktnachverfolgung in die Offensive und kündigen den Bundesländern künftig einen bedarfsgerechten Einsatz „für einen quasi beliebigen Zeitraum“ an. Infrastruktur und Software des Luca-Systems sollen erhalten bleiben – dafür ändert die Luca-App ihr Geschäftsmodell.

Dass Nordkorea ausgeklügelte IT-Angriffe fährt, um mit dem erbeuteten Geld unter anderem sein Raketenprogramm zu finanzieren oder die Wirtschaft zu stützen, wird dem Land seit Jahren vorgeworfen. Die Vereinten Nationen haben ermittelt, dass sich die Regierung in Pjöngjang damit jährlich mehrere Hundert Millionen US-Dollar sichert. Kryptowährungen wie Bitcoin sind dafür besonders prädestiniert, da Angriffe schwieriger nachzuverfolgen sind und Kryptogeld insgesamt weniger scharf überwacht wird. Im Jahr 2021 erbeutete Nordkorea angeblich fast 400 Millionen US-Dollar in Kryptogeld.

Nicht nur beim Diebstahl von Krypto-Millionen, Sicherheitslücken gefährden alle Internetnutzer. Eine kleine Schwachstelle bei Zugriffsrechten des Microsoft Defender unter Windows 10 ermöglicht Angreifern, Malware vor Scans zu verstecken. Grund ist laxe Rechtvergabe beim Virenschutz: Microsoft Defender erleichtert Einnisten von Schädlingen. Eine Schwachstelle im Kernel-Modul NetUSB wiederum, das viele Router-Hersteller nutzen, könnten Angreifer zum Einschleusen und Ausführen von Schadcode auf (W)LAN-Routern missbrauchen. Die Sicherheitslücke in Kernel-Treiber gefährdet diverse Router.

Noch ist das genaue Ausmaß der Schäden des Ausbruchs eines Unterseevulkans in Tonga nicht bekannt. Der Vulkanausbruch am Samstag war einer der stärksten in den vergangenen 30 Jahren. Er war Tausende Kilometer weit zu hören. Die Eruption schleuderte eine gewaltige Aschewolke kilometerweit in die Höhe. In Peru starben zwei Frauen aufgrund von Flutwellen. Tsunamiwellen wurden auch in Neuseeland, Japan, Kalifornien und Südamerika registriert. Der Inselstaat im Pazifik wurde weitgehend von der Außenwelt isoliert. Denn der heftige Vulkanausbruch in Tonga hat mehrere Unterseekabel beschädigt.

Der Präsident des weltgrößten Autokonzerns Toyota, Akio Toyoda, kündigte Mitte Dezember 2021 an, 30 batterieelektrische Modelle zu bauen. Das Ziel: Im Jahr 2030 sollen statt ursprünglich geplanten zwei nun 3,5 Millionen Elektroautos verkauft werden. Das würde nach heutigen Zahlen ungefähr einem Drittel des Absatzes entsprechen. Laut Toyota ist bei der Dekarbonisierung die Energiequelle entscheidend, nicht der Antriebsstrang: Neben E-Autos entwickelt Toyota daher solche mit H2-Verbrennern. Wasserstoff im Verbrennungsmotor: So will Toyota dekarbonisieren.

Auch noch wichtig:

  • Im Android-Betriebssystem lassen sich Verbindungen ins GSM-Netz unterbinden, in iOS aber nicht. iPhone-Nutzer bleiben dadurch verwundbar, warnen Bürgerrechtler. GSM-Schwachstellen: 2G-Abschalter für iPhones gefordert.
  • Das Europäische Parlament wählt am Dienstag einen neuen Vorsitzenden.


(akn)

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