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Dienstag: Uber will deine E-Mails lesen, Millionen Datensätze verhökert

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Der Fahrdienstvermittler Uber möchte alle Flug-, Hotel- und Restaurantbuchungen sammeln, um passende Autofahrten vermitteln zu können. Dazu muss er alle E-Mails lesen. Im Gegenzug gibt es zehn Prozent Rabatt auf die nächste Fahrt. Diese und weitere Neuerungen hat Uber am Montag vorgestellt. Ein Bericht der Bürgerrechtsorganisation Irish Council for Civil Liberties (ICCL) legt derweil offen, dass beim passgenauen Ausspielen von Werbung auf Apps und Websites jede Minute Millionen Datensätze verhökert werden – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Der Transportvermittler Uber bitte um Zugriff auf die Gmail-Konten seiner Kunden. Dort, sagt Uber, möchte es nach Reservierungsbestätigungen für Flüge, Hotels und Restaurants suchen, um dann den Kunden passende Autofahrten anbieten zu können. Für ihre Privatsphäre werden die Kunden mit zehn Prozent Rabatt auf die nächste Fahrt abgespeist. Uber nennt dieses System Uber Travel und bietet es zunächst in den USA an. Daneben hat der Konzern am Montag eine Reihe weiterer Neuerungen präsentiert. Uber will Deine E-Mails lesen – für neuen Service

Real Time Bidding ist ein Auktionsverfahren in Echtzeit, bei dem Werbetreibende Gebote für Werbeflächen abgeben können. Anhand vorher eingesammelter Daten über das Surfverhalten der Internetuser kann Reklame in Apps und auf Websites passend nach vermuteten Interessen des jeweiligen Nutzers ausgespielt werden. Der Vorgang läuft im Hintergrund ab und bleibt für Betroffene unbemerkt. In welchem Umfang Datenkonzerne beim sogenannten Real Time Bidding Informationen über Nutzer an die Werbeindustrie weitergeben, legt nun ein Bericht der Bürgerrechtsorganisation Irish Council for Civil Liberties (ICCL) offen. Online-Werbung: Jede Minute werden Millionen Datensätze verhökert

Seit 140 Jahren ist keine so heftige Explosion mehr auf der Erde registriert worden, wie bei dem verheerenden Vulkanausbruch in Tonga Anfang des Jahres. Das ist das Ergebnis einer ausführlichen Analyse der Messdaten von mehr als 3000 Sensoren und Instrumenten in aller Welt, die jetzt im Wissenschaftsmagazin Science vorgestellt wurde. Bei der gigantischen Explosion sind die verschiedensten atmosphärischen Wellen generiert worden, darunter Geräusche, die mehr als 10.000 Kilometer entfernt zu hören waren. Die Daten ermöglichen besseres Verständnis der Ausbreitung solcher Phänomene. Das wird Folgen haben für die Überwachung von Atombombenexplosionen, Vulkanen und Erdbeben. Vulkanausbruch in Tonga heftigste Explosion auf der Erde seit 1883

Das in einer Sitztasche in der Business-Class an Bord des Airbus A330 der Fluggesellschaft Qantas zurückgelassene iPhone einer Frau aus Australien flog zunächst von Sydney nach Auckland (Neuseeland) und zurück. Es folgten Flüge nach Honolulu auf Hawaii und schließlich wieder nach Sydney und Auckland. Dank des „Wo ist“-Netzwerks von Apple wusste der Ehemann der Frau zumindest, wo sich das Smartphone befindet. Weil aber der Flugmodus aktiviert war, konnte er weder anrufen noch eine Textnachricht schicken, um Passagiere oder Personal auf das Gerät aufmerksam zu machen. Also suchte er die Hilfe von Vielfliegern in einem Forum. Wie ein verlorenes iPhone binnen weniger Tage Vielflieger-Status erreichte

Haben auf dem Mars einst lebensfreundliche Bedingungen geherrscht? Einen weiteren Puzzlestein für die Antwort liefert nun der chinesische Mars-Rover Zhurong. Seit einem Jahr ist er auf dem roten Planeten unterwegs und hat dort offenbar Gesteinsformationen gefunden, an deren Entstehung flüssiges Wasser beteiligt gewesen sein soll. Messungen mit drei Instrumenten an Bord des Gefährts hätten entsprechende Spuren gefunden, schreibt eine Forschungsgruppe vom Nationalen Zentrum für Weltraumwissenschaften der chinesischen Akademie der Wissenschaften in einem Artikel für die Fachzeitschrift Science Advances. Forscher: Chinas Mars-Rover Zhurong findet Spuren von flüssigem Wasser

Auch noch wichtig:

  • Microsoft hat eine neue Variante des Sysrv-Botnets beobachtet, die Windows- und Linux-Systeme befällt, um Kryptowährungen zu schürfen. Microsoft warnt vor Sysrv-Botnet


(akn)

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