Start Nachrichten E-Auto-Studie Audi A6 Avant e-tron concept auf VWs elektrischer „Premium-Basis“

E-Auto-Studie Audi A6 Avant e-tron concept auf VWs elektrischer „Premium-Basis“

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„Schöne Kombis heißen Avant“. Mit diesem Werbeslogan überzeugte Audi in den 90er Jahren viele Käufer. Eine Ära, in der SUVs nicht der Regelfall, sondern exotisch waren. Für viele Autofahrer ist der Kombi bis heute die erste Wahl: Viel Stauraum kombiniert mit einer eleganten und windschlüpfigen Karosserie.

Praktisches Talent plus Kilometerfressen, das ist bei europäischen Kunden auch weiterhin beliebt. Der massiven Konkurrenz durch die SUVs zum Trotz stellt Audi darum jetzt die seriennahe Studie namens A6 Avant e-tron concept vor. Er baut auf der Premium Platform Electric (PPE) des Volkswagen-Konzerns auf, fährt also ausschließlich mit elektrischer Energie. Die gute Nachricht ist, dass Freunde dieser Karosserieform endlich ein lokal emissionsfreies Angebot bekommen. Die schlechte: Das passiert erst 2024.


Der Audi A6 Avant e-tron concept gibt einen Ausblick auf das Design des kommenden Serienmodells. Die gute Nachricht: Endlich, es ist ein Kombi. Diese Karosserieform ist unter den Elektroautos eine Rarität.

Zur Technik: Die PPE ist die Weiterentwicklung der von Porsche Taycan und Audi e-tron GT (Test) genutzten Plattform namens J1. Die Batteriespannung des Audi A6 Avant e-tron concept liegt bei 800 Volt und der Energieinhalt bei rund 100 kWh. Die Ladeleistung ist mit bis zu 270 kW sehr hoch. Audi hat bereits beim aktuellen e-tron gezeigt, dass ein aufwendiges Temperaturmanagement zu einer Ladekurve führen kann, die eher flach statt steil abfallend verläuft. Wir hoffen also insgesamt auf kurze Zwangsstopps an der schnellen Säule.

Beim SUV steht einem niedrigen Luftwiderstand die große Stirnfläche entgegen. Das ist beim Avant e-tron concept anders: Mit 1,44 Meter Höhe ist er genauso flach wie ein konventioneller, aktueller A6 (Baureihe F2). Auch bei der Breite (1,96 Meter) und der Länge (4,96 Meter) ähneln sich die Proportionen. Zu der Vergleichsweise geringen Stirnfläche kommt ein Luftwiderstandsbeiwert von cW 0,24. Übersetzt: Es spricht alles dafür, dass man mit diesem elektrischen Audi auf der Autobahn deutlich besser vorankommt als mit einem SUV, weil er effizienter ist.

Die Motorleistung erscheint bei batterieelektrischen Autos fast nebensächlich, soll aber dennoch erwähnt werden: Als quattro dürften 350 kW und 800 Nm Drehmoment drin sein. Mit so viel Power geht der Audi in unter vier Sekunden auf 100 km/h. Für die Basisversion, die – das ist besser für die Traktion – Heckantrieb hat, werden unter sieben Sekunden genannt. Und damit die Fuhre präzise um die Kurve geht, arbeiten sowohl vorne als auch hinten fürs Elektroauto konstruierte Mehrlenkeraufhängungen.

Audi nennt bis zu 700 km Reichweite im WLTP-Zyklus. Hierzu muss man allerdings wissen, dass in diesem Messverfahren fast durchgehend konstant mit 100 km/h gefahren wird. Man stelle sich das mit einem Dieselmotor vor. In der Realität rechnen wir auf der Autobahn mit rund 400 km und abseits davon unter günstigen Bedingungen mit 600 bis 700 km.


Bereits 2021 hatte Audi den A6 Sportback e-tron gezeigt. Für den europäischen Markt dürfte der Kombi aber wichtiger sein.

Der Avant e-tron concept wird wahrscheinlich das dritte Modell auf Basis des PPE sein: Zuerst kommt der Porsche Macan und dann der Audi Q6 e-tron, beides SUVs. Die Schrägheckversion A6 e-tron Sportback hatte Audi bereits 2021 präsentiert. Kombis werden in Deutschland und Europa auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, weil sie den SUVs bauartbedingt auf längeren Strecken überlegen sind. Mögen die Märkte in den USA und China auch beim Verkaufsvolumen größer sein – uns und den Wunsch zum Kombi gibt’s schließlich auch. Bei jenen Autofahrern, die tatsächlich viel unterwegs sind, wird der Audi A6 Avant e-tron Erfolg haben. Und natürlich bei allen, denen das Design besonders gut gefällt.


(fpi)

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