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Experten: Bis 2050 brauchen wir doppelt so viel Atomstrom

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THEMENBILD-PAKET: ATOMKRAFT / AKW TEMELIN

© APA/HANS KLAUS TECHT / HANS KLAUS TECHT

Laut der Internationale Energieagentur (IEA) wird sich die Stromerzeugung aus Kernenergie bis 2050 verdoppeln müssen, um die Netto-Null-Emissionen bis dahin erreichen zu können. Gelingt das, könnte der globale Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau begrenzt werden.

Konkret müsste sich die Kernkraftkapazität bis 2050 auf 812 Gigawatt (GW) verdoppeln – Anfang dieses Jahres waren es 413 GW. „Im heutigen Kontext der globalen Energiekrise, der explodierenden Preise für fossile Brennstoffe, den Herausforderungen hinsichtlich der Energiesicherheit und den ambitionierten Klimaverpflichtungen, glaube ich, dass Kernkraft eine einzigartige Gelegenheit für ein Comeback hat“, so der IEA-Geschäftsführer Fatih Birol.

Aktuelle Kernkraftwerke sind schon alt

Über 60 Prozent der weltweiten Atomkraftwerke sind allerdings über 30 Jahre alt und können nicht mehr lange betrieben werden, berichtet Euronews. In fortgeschrittenen Ländern könnte die Anzahl der Anlagen bis 2030 um ein Drittel schrumpfen. Neuere Projekte haben sich hingegen als unerwartet teurer herausgestellt – deren Bau liegt hinter dem Zeitplan. Für eine neue Ära der Atomenergie seien laut Birol jedenfalls strenge staatliche Vorschriften wesentlich, um Kraftwerke auf sichere und nachhaltige Weise für die kommenden Jahre betreiben zu können.

Von 31 Reaktoren, die seit 2017 gebaut werden, kommt das Design von 27 Anlagen außerdem aus Russland oder China. Next-Generation-Atomkraftwerke benötigen außerdem einen Treibstoff, den es aktuell nur in Russland gibt. Die futurezone hat berichtet. Wie sich die Lage hierzu entwickeln wird, ist aktuell unklar. Seit der Ukraine-Invasion hat Finnland aber beispielsweise den Vertrag mit Rosatom, die föderale Agentur für Atomenergie in Russland, zum Bau einer Anlage im nordischen Land gekündigt.



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