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FedEx will Frachtflugzeuge mit Raketenabwehrsystem ausrüsten

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Das US-Logisitikunternehmen will Airbus-Flugzeuge mit Anti-Raketen-Lasern bestücken.

FedEx hat bei der US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) um Erlaubnis angesucht, künftig Flugzeuge mit einem Raketenabwehrsystem ausstatten zu dürfen, berichtet NBC News.

Dabei soll es sich um Anti-Raketen-Laser handeln, das wärmesuchende Raketen stört, indem es Infrarotlaserstrahlen auf die Geschoße richtet. Eingebaut werden sollen die Raketenabwehrsysteme in modifizierte Airbus A321-200 des Logistikunternehmens, die noch nicht in Betrieb sind.

Verweis auf mehrere Vorfälle

In den vergangenen Jahren sei es zu mehreren Vorfällen gekommen, bei denen Zivilflugzeuge von tragbaren Luftverteidigungssystemen beschossen wurden, heißt es in der Eingabe des Logistikunternehmens. Das habe mehrere Firmen dazu veranlasst, laserbasierte Systeme für die Installation in zivile Flugzeuge zu entwickeln und anzupassen.

Konkrete Beispiele für Raketenangriffe auf Flugzeuge nannte FedEx in seiner Eingabe nicht. NBC News verweist auf den Abschuss eines ukrainischen Flugzeuges, das mit einer Cruise-Missile-Rakete verwechselt wurde, 2020 durch den Iran. Aber auch Frachtflugzeuge wurden bereits von Raketen getroffen. 2003 schlug etwa über Bagdad eine Rakete in den Flügel einer Maschine des Paketdiensts DHL ein, wie es beim Spiegel heißt.

Bedingungen

Den Antrag für das Raketenabwehrsystem brachte FedEx erstmals 2019 ein. Die FAA ist einer Genehmigung nicht abgeneigt. Sie knüpft daran allerdings einige Bedingungen. So müsse verhindert werden, dass das System versehentlich aktiviert werde, damit Personen nicht durch die infrarote Laserenergie zu Schaden kommen.

In Passagierflugzeugen kommen Raketenabwehrsysteme bereits seit längerem zum Einsatz. Die israelische Flugline El Al verwendet sie seit 2004, auch einige US-Passagierflugzeuge setzen seit 2008 solche Systeme ein.

 



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