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Forscher bringen alte Kupferkabel auf Glasfaser-Geschwindigkeit

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Breitbandausbau

Die Verlegung von Glasfaserkabeln ist teuer – deshalb wird daran geforscht, ob mit Kupfer auch noch was geht bei den Datenraten

© APA/ZB/Patrick Pleul / Patrick Pleul

Forscher*innen aus Großbritannien untersuchen, wie sie alte Kupferkabel auf die Geschwindigkeit von Glasfaserkabel bringen können. Die Kupferkabel sind in Großbritannien bereits flächendeckend verlegt, während es bei Glasfaser natürlich – wie auch in Österreich – noch Lücken gibt. Daher haben sich die Forscher*innen die Frage gestellt, ob es möglich ist, die Datenübertragungsrate mit Kupferkabeln, zumindest über kurze Distanzen, zu erhöhen.

Der Forscher Ergin Dinc von der University of Cambridge sagt, dass Kupferdrahtpaare, die früher als Telefonleitungen verwendet und jetzt für Breitbandinternet umfunktioniert wurden, eine fünfmal höhere Frequenz als die derzeit verwendete unterstützen könnten, berichtet der „New Scientist“. Das würde in Folge eine deutliche Verbesserung bei den Datenübertragunsraten mit sich bringen.„Diese Kabel sind eigentlich sehr alt, erfunden von Alexander Graham Bell, und seitdem hat sich niemand mehr mit den theoretischen Grenzen beschäftigt“, sagt Dinc.

Was die Forschenden gemacht haben

Bisher war die Datenübertragungsrate mit diesen Kabeln daher sehr begrenzt, weil das Signal durch einen elektrischen Strom gesendet wird. Bisher bestehende Kupfer-Breitbandverbindungen arbeiten aber auch mit einer Frequenz unter 1 Gigahertz. Wenn man diese Frequenz auf 5 Gigahertz anhebt, kann man die Datenübertragungsrate verfünffachen, so die Forscher*innen. Dazu ist ein billiges Bauteil namens Balun erforderlich.

Allerdings nimmt bei dieser Erhöhung auch die Fehlerrate zu und deshalb können die Forscher*innen noch nicht genau sagen, um wie viel man die Geschwindigkeit wirklich verbessern kann. Es seien weitere Untersuchungen erforderlich, so Dinc. Dieser schätzt aber, dass 3 Gigabit pro Sekunde machbar sein sollten. Das wäre immerhin das Dreifache des derzeitigen theoretischen Maximums.



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