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Forscher verraten, wie der Hyperantrieb aus Star Wars richtig aussehen sollte

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© Christine Daniloff, MIT

Der bekannte Hyperantrieb aus Star Wars, der es Raumschiffen ermöglichte, schneller als das Licht zu fliegen, würde in Realität ganz anders aussehen, als er im Film dargestellt wird. Darauf lassen zumindest Forscher*innen des Massachusetts Institute of Technology (MIT) schließen.

Ihnen zufolge würden Pilot*innen des ikonischen Millennium Falken nämlich keine Lichtspuren der Sterne sehen, sondern vielmehr ein Glühen, das durch sogenannte Quantenfluktuationen erzeugt wird. 

Diese Theorie besteht zwar schon seit den 1970ern, bald könnte man das Phänomen aber vielleicht sogar in Aktion sehen. Denn wenn alles nach Plan läuft, könnten die Forscher*innen diesen sogenannten „Unruh-Effekt“ bald simulieren. „Nun wissen wir zumindest, dass es eine Chance in unserem Leben gibt, dass wir diesen Effekt sehen können“, sagt der Co-Autor der Studie Vivishek Sudhir in einer Pressemitteilung. 

Lichtquanten für kurze Beobachtungszeit

Der Unruh-Effekt meint, dass ein gleichmäßig beschleunigtes Objekt im Vakuum des Weltraums ein warmes Glühen als Auswirkung der Beschleunigung wahrnehmen würde. Diese Strahlung käme von Quanteninteraktionen und -fluktuationen im Weltraum, heißt es. Um dieses warme Glühen für Detektoren zur Messung erzeugen zu können, müsste ein Atom in weniger als ein Millionstel einer Sekunde auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen. 

Um zu sehen, wie ein Atom eine solche warme Strahlung freisetzen würde, müsste man gleichwertig länger als 13,8 Milliarden Jahre, also länger als das Bestehen des Universums, warten. Um es schon in wenigen Stunden beobachten zu können, schlagen die MIT-Forscher*innen vor, Lichtquanten (Photonen) einzusetzen.

Nebeneffekte vermeiden

Mithilfe einer sogenannten „Stimulation“ würden Quantenfluktuationen im Vakuum erhöht. Damit würden aber auch unerwünschte Nebeneffekte erzeugt, welche die Messungen des Unruh-Effekts beeinträchtigen würden. Diese ließen sich theoretisch aber vermeiden: Wenn ein Objekt wie ein Atom mit einer speziellen Bahn durch ein Feld von Photonen beschleunigen würde, würde das Atom mit dem Feld auf eine Art und Weise interagieren, dass Photonen einer bestimmten Lichtfrequenz gegenüber dem Atom unsichtbar würden.

Kurzum: Die Bahn des Atoms würde alle unerwünschten Nebeneffekte dieser Stimulation transparent machen, wodurch sich Forscher*innen auf das warme Strahlen konzentrieren könnten, die durch den Unruh-Effekt erzeugt wird. Ziel sei es, einen Teilchenbeschleuniger zu bauen, um ein Elektron auf beinahe Lichtgeschwindigkeit beschleunigen zu lassen und das Experiment messbar zu machen. Dieses sei kompliziert – eine Garantie, dass es glückt, gebe es nicht. „Aber diese Idee ist unsere größte Hoffnung“, sagt Sudhir. Die Studie wurde in den Physical Review Letters veröffentlicht. 



Quelle

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