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Geklaute Bankdaten: Deutsche Konten bei Dieben heiß begehrt

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Wer Online-Banking nutzt und eine Bankkarte besitzt, weiß: Vorsicht ist das oberste Gebot, ob beim Geld Abheben am Bankautomaten oder Online-Shopping. Dass auch das längst nicht immer ausreicht, zeigen jetzt Sicherheitsexperten und verraten, wie beliebt deutsche Konten bei Dieben sind.

Wer für ihre oder seine Finanzangelegenheiten das Internet nutzt, sollte immer auf der Hut sein – selbst wenn nicht nur online die Gefahr droht, sein Geld durch unbefugte Zugriffe zu verlieren. Letztlich reicht es schon, eine Bankkarte zu besitzen. Und wer tut das nicht?

Deutsche Konten in Gefahr: Zugangsdaten bei Kriminellen besonders hoch im Kurs

Um an euer Geld zu kommen, können Kriminelle Programme zufällige Kombinationen durchlaufen lassen, bis sie einen Treffer landen – das Vorgehen nennt sich Brute Forcing. Experten zufolge können geschickte Diebe eure Kartendaten in wenigen Sekunden „erraten“ (Quelle: NordVPN). Oft prüfen sie dann mit Überweisungen von Kleinstbeträgen, ob ihr oder eure Bank ihnen auf die Schliche kommt.

Sicherheitsexperten zufolge, deren Ergebnisse der Software-Anbieter NordVPN gesammelt hat, sind Daten deutscher Karteninhaber dabei auf illegalen Darknet-Marktplätzen besonders beliebt. Von weltweit über 4 Millionen Datensätzen zu real existierenden Konten gehören 31.373 zu Bankkarten aus Deutschland.

Diese stehen bei Kriminellen hoch im Kurs: Mit durchschnittlich 17,89 US-Dollar (15,90 Euro) ist der Preis für einen Datensatz deutscher Kontoinhaber fast doppelt so hoch wie im internationalen Vergleich. In Deutschland sind Kreditkarten etwas häufiger betroffen als Debitkarten, insgesamt sind etwas mehr Karten von Visa betroffen als von Maestro.

Auffällige Abbuchungen: Was betroffene Kunden tun können

Das Problem: Kunden können sich kaum schützen. Zahlungsdienstleister und Banken müssen ihre Sicherheitssysteme aktuell halten. Helfen kann gegen Brute-Forcing-Angriffe außerdem die Multi-Faktor-Authentifizierung. Wenn per Smartphone etwa zusätzlich vor einer Überweisung ein SMS-Code oder der Fingerabdruck abgefragt wird, macht man es Dieben aus der Ferne schwerer.

Der einzig sichere Weg sei allerdings, überhaupt keine Kredit- oder Debitkarte zu besitzen – für deutsche Bankkunden praktisch unmöglich. Es gilt also aufmerksam zu sein: Überprüft regelmäßig eure Kontobewegungen. Wenn euch beispielsweise unerklärliche Kleinbeträge auffallen, informiert eure Bank. Dort können weitere Schritte eingeleitet werden, gegebenenfalls erhaltet ihr schnell eine neue Karte, während die alten Zugangsdaten deaktiviert werden.

Brute Forcing funktioniert nicht nur bei Bankdaten, auch Passwörter können so geknackt werden:

Einen Lichtblick gibt NordVPN noch mit: Aus den vorliegenden Daten – etwa Anzahl der betroffenen Karten im Vergleich zur Zahl der Bewohner – hat man einen Risikoindex zwischen 0 und 1 errechnet. Mit einem Wert von 0.4 ist die Wahrscheinlichkeit, dass gerade eure Kartendaten geknackt werden im unteren Mittelfeld.



Quelle

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