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Handelskonflikt: USA setzen chinesische Quantencomputer-Firmen auf Embargo-Liste

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Das Bureau of Industry and Security (BIS) des US-Handelsministeriums hat die sogenannte Entity List Ende November 2021 um 27 Firmen erweitert und den Handel zwischen US-Unternehmen und den betroffenen Firmen damit praktisch zum Erliegen gebracht. Grund sind erneut Befürchtungen, dass die Firmen mit asiatischen Militärs zusammenarbeiten oder zusammenarbeiten könnten, allem voran mit dem chinesischen Militär.

Die jüngste Welle der schwarzen Liste hat insgesamt 12 chinesische Unternehmen beziehungsweise Institutionen getroffen, darunter acht mit einem Fokus auf die Entwicklung von Quantencomputern, etwa das Hefei National Laboratory for Physical Sciences at the Microscale, Shaanxi Zhi En Electromechanical Technology und QuantumCTek.

In einem Bericht schreibt das US-Handelsministerium dazu: „Acht Technologieunternehmen mit Sitz in der Volksrepublik China werden in die Liste aufgenommen, um zu verhindern, dass neu entstehende US-Technologien für die Bemühungen der Volksrepublik China im Bereich der Quanteninformatik genutzt werden, die militärische Anwendungen unterstützen, wie zum Beispiel Anwendungen zur Bekämpfung von Tarnkappentechnik und U-Booten sowie die Fähigkeit, Verschlüsselungen zu knacken oder unknackbare Verschlüsselungen zu entwickeln. Diese in der Volksrepublik China ansässigen Technologieunternehmen unterstützen die militärische Modernisierung der Volksbefreiungsarmee und/oder erwerben Güter mit US-Ursprung zur Unterstützung militärischer Anwendungen beziehungsweise versuchen, diese zu erwerben.“

Im April 2021 schränkten die USA bereits die Zusammenarbeit mit Betreibern chinesischer Supercomputer ein, die Forschung für das Militär betrieben haben soll. Atomforschung etwa ist auf Supercomputern gängig und wird auch so vom US-Verteidigungsministerium vorangetrieben.

Kurios: Zu den neu in die Entity List aufgenommenen Firmen gehört auch New H3C Semiconductor Technologies, ein Joint-Venture, das der US-Serverhersteller HPE zusammen mit der jetzt insolventen Tsinghua Unigroup gegründet hat, um in China Server verkaufen zu können. In einer Stellungnahme gegenüber The Register beteuert HPE, keine Systeme an das chinesische Militär verkauft zu haben. Man suche den Dialog mit dem US-Handelsministerium.

Die weiteren Firmen auf der Entity List stammen aus Japan, Pakistan und Singapur, zudem ist das Moscow Institute of Physics and Technology (MIPT) betroffen. Teilweise sollen sie an Pakistans Nuklearforschung und Programmen zum Entwurf neuer ballistischer Raketen beteiligt gewesen sein, teilweise hätten sie Militär- und Raumfahrtprogramme Irans vorangetrieben oder mit nordkoreanischen Scheinfirmen zusammengearbeitet.


(mma)

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