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KMU sind am stärksten von Ransomware betroffen

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Ransomware-Schlüssel

Ein neuer Bericht eines Cyber-Risiko-Versicherungsanbieters Koalition zeigt, dass zwar insgesamt weniger Vorfälle und Ransomware-Angriffe zurückgehen, da Forderungen unbezahlt bleiben, kleinere Unternehmen jedoch zu größeren Zielen geworden sind.

In der ersten Hälfte des Jahres 2022 stiegen die durchschnittlichen Kosten eines Anspruchs für einen Kleinunternehmer auf 139.000 US-Dollar, 58 Prozent mehr als in der ersten Hälfte des Jahres 2021.

„In allen Branchen sehen wir weiterhin hochkarätige Angriffe auf Unternehmen mit schwacher oder exponierter Infrastruktur – was durch die heutige Kultur der Fernarbeit und die Abhängigkeit von Unternehmen von Drittanbietern noch verschärft wird“, sagt Catherine Lyle, Head of Claims von Coalition. „Kleine Unternehmen sind besonders gefährdet, weil ihnen oft die Ressourcen fehlen. Für diese Unternehmen ist es wichtig, Ausfallzeiten und Unterbrechungen zu vermeiden, und sie müssen verstehen, dass Active Insurance zugänglich ist.“

Die Gesamtforderungen für Ransomware gingen von 1,37 Millionen US-Dollar im zweiten Halbjahr 2021 auf 896.000 US-Dollar im ersten Halbjahr 2022 zurück. Von den Vorfällen, an denen seine Kunden beteiligt waren und die zu einer Zahlung führten, verhandelte Coalition die Summe auf etwa 20 Prozent der ursprünglichen Forderung.

„Organisationen sind sich der Bedrohung durch Ransomware zunehmend bewusst. Sie haben damit begonnen, Kontrollen wie Offline-Datensicherungen zu implementieren, die es ihnen ermöglichen, die Zahlung des Lösegelds zu verweigern und den Betrieb auf andere Weise wiederherzustellen“, sagt Chris Hendricks, Head of Incident Response von Coalition. „Da Ransomware auf dem Rückzug ist, wenden sich Angreifer zuverlässigen Methoden zu. Phishing zum Beispiel ist in die Höhe geschossen – und nimmt weiter zu.“

Neben anderen Erkenntnissen zeigt der Bericht, dass Phishing die meisten Cyber-Vorfälle auslöst und 57,9 Prozent der gemeldeten Ansprüche ausmacht. Ansprüche wegen Geldtransferbetrugs (FTF) sind dank Phishing stabil geblieben. Schwachstellen in Microsoft Exchange sind zu einem ständigen Problem geworden, wobei kleinere Unternehmen, die Microsoft Exchange vor Ort verwenden, mit 119 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit einen Anspruch geltend machen.

Das Kompletter Bericht ist auf der Coalition-Website verfügbar.

Bildnachweis: Ton Snoei / Shutterstock



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