Start Cloud Könnten Bitcache und K.im von Kim Dotcom die Lösung für Piraterie sein?

Könnten Bitcache und K.im von Kim Dotcom die Lösung für Piraterie sein?

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Der durch Megaupload berühmt gewordene Mann Kim Dotcom glaubt, eine Lösung für die Piraterie gefunden zu haben. Die Lösung verbindet seine neue Filesharing-Site K.im mit seinem Micro-Payment-Dienst Bitcache.

K.im funktioniert etwas anders als Megaupload und ist ein dezentrales Cloud-basiertes Hosting-System. Benutzer können Dateien hochladen und diese werden zwischen verschiedenen Cloud-Diensten und auch Bittorent verteilt. In Verbindung mit Bitcache, einem Bitcoin-basierten Zahlungssystem, können Entwickler für den Zugriff auf ihre Inhalte Gebühren erheben.

Kim Dotcom kämpft immer noch gegen die Auslieferung an die USA, was ihn jedoch nicht davon abhielt, sein neues System in Aktion zu demonstrieren. Während Megaupload ein kostenloser Dienst war, der zum Synonym für Raubkopien wurde, arbeiten K.im und Bitcache zusammen, um Piraterie zu bekämpfen. Auf K.im hochgeladene Inhalte sind verschlüsselt und können nicht entsperrt werden, bis eine zugehörige Bitcache-Zahlung verarbeitet wurde.

K.im läuft derzeit als geschlossene Demo, ermöglicht jedoch den Zugriff auf kostenpflichtige Inhalte entweder mit einer dedizierten K.im-App oder einem Browser-Add-On. Kim Dotcom sprach mit TorrentFreak über sein neuestes Geschäftsvorhaben:

Ich arbeite für beide Seiten. Für die Rechteinhaber und auch für die Leute, die für Inhalte bezahlen müssen, aber geoblockiert wurden und dann gezwungen sind, kostenlos herunterzuladen.

Wenn es um den Umgang mit raubkopierten Inhalten geht – wie z. B. Episoden von Game of Thrones – ist es möglich, dass Rundfunkanstalten, Studios und andere Urheberrechtsinhaber das Eigentum an raubkopierten Inhalten übernehmen. Während der Upload anonym bleibt, steht es dem Urheberrechtsinhaber frei, den Preis der Dateien anzupassen oder sie zu entfernen. Dotcom scheut sich nicht, die Brillanz seiner Lösung zu beschreiben:

Es ist der heilige Gral der Urheberrechtsdurchsetzung. Es ist mein Geschenk an Hollywood, die Filmstudios und alle anderen. […] Rechteinhaber können Piraterie-Traffic in Einnahmen umwandeln und Benutzer können auf die Inhalte auf jeder Plattform zugreifen. Da jede Datei ein Speicher ist, spielt es keine Rolle, wo sie landet.

Die BBC weist auf weitere Einsatzmöglichkeiten des Dienstes hin:

Der Dienst, der schließlich eine Webbrowser-Erweiterung und eine mobile App umfassen wird, würde es auch Medienorganisationen, YouTube-Vloggern und Bloggern ermöglichen, Mikrozahlungen von Zuschauern zu akzeptieren.

So könnten Nutzer beispielsweise beim Lesen einer Online-Zeitung, beim Anschauen von Videos auf YouTube oder beim Lesen eines Rezepts einen Knopf auf der Seite drücken und mit ihrem Bitcache-Wallet ein paar Cent für jeden konsumierten Inhalt bezahlen.

Nur die Zeit wird zeigen, ob K.im und Bitcache die von Kim Dotcom versprochene „Copyright-Revolution“ liefern können, aber mit einem Starttermin Ende 2018 müssen wir noch eine Weile warten, um es herauszufinden.

Bildnachweis: Kim Dotcom



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