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Kreislaufwirtschaft: Neue Strategien für die zirkuläre Wirtschaft

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Jede Gitterbox, jede Europalette, jede Holzfaserplatte verbreitet die gleiche Botschaft: Kreislaufwirtschaft ist hip. Die „NochMall“ in Berlin-Reinickendorf zeigt schon durch ihre Einrichtung, dass sie mehr sein will als ein gewöhnliches Second-Hand-Kaufhaus – nämlich ein Schaufenster für alles, was mit Wiederverwendung zu tun hat. „Wir wollen die Mitte der Gesellschaft erreichen“, sagt Geschäftsführer Frieder Söling. Dazu beitragen sollen viel Licht, viel Platz und viel Holz sowie regelmäßige Workshops, Repaircafés, Lesungen, Auktionen und Ausstellungen.

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Im ehemaligen Teppichlager im Berliner Norden findet man nicht nur frischen Cappuccino aus nachhaltigem Kaffee, sondern auch kubikmeterweise Stofftiere für einen Euro pro Stück, museumsreife Kinderwagen für moderate zweistellige Beträge oder ein modernes Cembalo für 900 Euro. Und eine Ecke ist ganz den Berliner Upcycling-Start-ups gewidmet: Hüte und Mützen aus ehemaligen Kaffeesäcken oder Hemden aus Jersey-Bettwäsche.

Ebenso ungewöhnlich wie das Sortiment ist auch der Träger dieses 2020 eröffneten Anti-Konsumtempels: die Berliner Stadtreinigung (BSR). Dass diese es nicht mehr als ihre alleinige Aufgabe betrachtet, den Bürgern ihren Abfall möglichst geräuschlos vom Hals zu schaffen, ist symptomatisch für das neu erwachte Interesse an der Kreislaufwirtschaft. Erstmals taucht der Begriff nun auch in einem Koalitionsvertrag auf: „Wir fördern die Kreislaufwirtschaft als effektiven Klima- und Ressourcenschutz, Chance für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Arbeitsplätze“, heißt es dort. Dazu wollen die Koalitionäre unter anderem abfallrechtliche Vorgaben überprüfen, digitale Produktpässe einführen, Qualitätsstandards und Mindestquoten für Rezyklate festsetzen. Die EU hat im Rahmen ihres Green Deal Ähnliches angekündigt.


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