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Kryptowährungsexperten: US-Justiz verschärft weltweiten Kampf gegen Kriminelle

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Im Kampf gegen Cyberkriminelle, die für Lösegelder, Dienstleistungen und Waren die Zahlung in Kryptowährungen bevorzugen, hat das im vergangenen Jahr angekündigte National Cryptocurrency Enforcement Team (NCET) eine Direktorin, Eun Young Choi, bekommen. Zusätzliche Unterstützung bekommt das Team auch von den Strafverfolgungsbehörden für Computerkriminalität, für Geldwäsche und vom FBI, einschließlich der neuen Virtual Asset Exploitation Unit – einem Team mit von Kryptowährungsexperten.

Ziel des NCET ist, die schnell wachsende Kriminalität in Verbindung mit Kryptowährungen und deren Missbrauch, auch von digitalen Vermögenswerten, zu bekämpfen. Die schnell wachsenden digitalen Assets und Distributed-Ledger-Technologien würde immer häufiger bei der illegalen Nutzung durch Kriminelle beobachtet.

Cyberangriffe mit Ransomware und anschließenden Lösegeldforderungen, der Verkauf von illegalen Waren und Dienstleistungen bis zum Identitätsdiebstahl würden bevorzugt mit Kryptowährungen abgewickelt, erklärte der stellvertretende Generalstaatsanwalt Kenneth A. Polite Jr. von der Kriminalabteilung des US-Justizministeriums. Auch zur Geldwäsche seien Kryptowährungen ein bevorzugtes Mittel.

Das NCET werde „strategische Priorität“ in Bezug auf diese Technologien setzen und mit internationalen Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten – diese aber auch unterstützen und schulen. Verbrechen in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt würden „aggressiv“ untersucht und verfolgt, heißt es in der Erklärung des US-Justizministeriums weiter.

In Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Abteilungen, den Büros der US-Staatsanwälte, der National Security Division und dem FBI will das NCET zukünftigen Bedrohungen einen Schritt voraus sein. Das FBI hat für diese Aufgabe die Virtual Asset Exploitation Unit neu ins Leben gerufen. Eine Einheit bestehend aus einem Team von Kryptowährungsexperten, das sich mit Analysen, Unterstützung und Schulungen für das gesamte FBI befasst.

Weltweit werden immer häufiger Kryptowährungen und die Blockchain für illegale Aktivitäten genutzt. Im vergangenen Jahr wurden mit Ransomware auch Colonial Pipeline zu Lösegeldzahlungen aufgefordert, das vergebens gezahlt wurde. Hinzu kommt, dass die Zahlung von Lösegeldern an Kriminelle in den USA eine Strafe nach sich ziehen kann. Den Ermittlern erzielen allerdings auch Erfolge. So beschlagnahmten kürzlich etwa britische Behörden NFTs im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung oder die Beschlagnahmung von 3,6 Milliarden US-Dollar in Bitcoin aus dem Bitfinex-Hack inklusive Festnahme der Verdächtigen.

Das NCET sei für die Untersuchung und Verfolgung von Verbrechen im Zusammenhang mit digitalen Währungen gegründet worden, erklärte die neue Direktorin Choi. Das Team werde eine entscheidende Rolle bei den Bemühungen zur Bekämpfung rund um digitale Assets und dessen „illegalen Missbrauchs“ spielen.

Choi hat vor der Ernennung zum Direktor des National Cryptocurrency Enforcement Teams unter anderem als stellvertretende Staatsanwältin Erfahrungen mit Cyberkriminalität gesammelt. Sie war auch als leitende Anklägerin an dem Prozess des JPMorgan-Hacks beteiligt, bei dem 2014 Daten von 80 Millionen Kunden abgegriffen worden waren und zu dem sich 2019 ein russischer Staatsbürger vor einem Gericht in New York schuldig bekannte. Das geht aus der Veröffentlichung des US-Justizministeriums hervor.


(bme)

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