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LG greift Samsung mit seinem neuen „echten“ Curved-Smartphone an

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Als Samsung das Galaxy Round ankündigte, das erste Smartphone des Unternehmens mit einem gebogenen Display, hatten viele Leute (mich eingeschlossen) Schwierigkeiten, den realen Nutzen zu erkennen, den ein solcher Formfaktor angeblich bringen würde. Die natürliche Richtung für die Kurve gilt als auf der langen Seite und nicht auf der kurzen Seite wie bei der Galaxy Round. Auch die eher trickreiche Roll-Effekt-Funktion, die dem Nutzer beim Neigen des Geräts einige Informationen anzeigt, hat den angepriesenen Vorteilen des Galaxy Round nicht mehr Glaubwürdigkeit verliehen.

Der Android-Rivale LG hat mit G Flex sein erstes Smartphone mit Curved-Display angekündigt. Das Unternehmen vermarktet es als „weltweit erstes ‚echtes‘ Curved-Smartphone“, um die negativen Rückmeldungen, die die Galaxy Round bisher erhalten hat, (klug) auszunutzen.

„Das LG G Flex ist die bisher beste Darstellung dafür, wie ein Smartphone gebogen werden sollte“, sagt LG-Präsident und CEO Dr. Jong-seok Park. „Das LG G Flex mit seinem unverwechselbaren Design, innovativer Hardware und verbraucherzentrierter UX stellt die bedeutendste Entwicklung im Smartphone-Bereich dar, seit Smartphones zu unserem regulären Vokabular geworden sind.“ LG scheut sich offensichtlich nicht, die Konkurrenz dezent zu verspotten.

Im Gegensatz zum Display des Galaxy Round ist das Panel des G Flex an der Längsseite (bzw. vertikal) gewölbt, was Nutzern theoretisch helfen soll, die Oberseite leichter zu erreichen. LG vergleicht sein Smartphone mit alten Telefonen, die aufgrund ihrer Form näher am Mund des Anrufers waren als die typischen Handys von heute. Dies ist eindeutig keine sehr sexy Referenz und keine, mit der sich junge Leute identifizieren können.

Laut LG sei der Geräuschpegel aufgrund des Designs des G Flex 3 dB höher als bei „typisch flachen Smartphones“, das Gerät sei griffiger und passe „komfortabler in die Hosentasche“. Hier stellt sich natürlich die Frage: Warum sollte jemand den G Flex in der Gesäßtasche verstauen wollen? Ich sicher nicht. (Sitzen die Leute nicht auf ihren Gesäßtaschen?)

Das G Flex verfügt über die gleiche Tastenanordnung wie das G2 – die Einschalt- und Lautstärketasten befinden sich auf der Rückseite unter der Kamera. Ich war anfangs skeptisch, aber nach dem Ausprobieren auf dem G2 fand ich es recht angenehm in der Hand. Ich habe das Gerät in keiner meiner Hosentaschen gehabt, daher kann ich zu versehentlichem Aufwachen und dergleichen nichts sagen. Schauen wir uns nun die Spezifikationen an.

Der Star der Show ist das 6-Zoll-P-OLED-Display, das als heller und präziser angepriesen wird. Es besteht aus Kunststoff und liefert laut LG im Querformat ein „IMAX-ähnliches“ Seherlebnis. Nach modernen Maßstäben ist die Auflösung von 720 x 1280 für eine solche Bildschirmgröße gering, wird jedoch von der „Real RGB“-Matrix unterstützt, die blaue, grüne und rote Subpixel in einem Pixel enthält. Der Bildschirm ist definitiv nicht auf Datenblatt-Fans ausgerichtet.

Das G Flex wird von einem 2,26 GHz Quad-Core Qualcomm Snapdragon 800 Prozessor, einer Adreno 330 GPU mit 450 MHz, 2 GB RAM und einem nicht entfernbaren 3.500 mAh Akku angetrieben. Laut LG soll das Smartphone „genug Leistung für mehr als einen ganzen Tag Nutzung“ haben.

Weitere Spezifikationen sind: 32 GB interner Speicher, 13 MP Rückkamera, 2,1 MP Frontkamera, 4G LTE-A Mobilfunkverbindung, Bluetooth 4.0, USB 3.0, Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac und NFC (Near Field Communication).

Das Smartphone wird mit Android 4.2.2 Jelly Bean geliefert, in Verbindung mit einer Reihe von LG-Add-Ons wie QTheater (einfacher Zugriff auf Multimedia-Inhalte vom Sperrbildschirm), Dual Window (ermöglicht das parallele Ausführen von zwei Apps), Swing Sperrbildschirm (ändert das Sperrbildschirmbild je nach Position des Mobilteils), Gesichtserkennungsanzeige (LED auf der hinteren Taste leuchtet grün, um den Status anzuzeigen), Kamera-Timer (blinkt die LED auf der hinteren Taste, um den Countdown anzuzeigen) und Dringender Anrufalarm (blinkt die LED auf der hinteren Taste in rot, nachdem wiederholte Anrufe ignoriert oder verpasst wurden).

Der G Flex kommt mit 160,5 x 81,6 x 7,9 mm und 177 Gramm auf die Waage. Es gibt nur eine verfügbare Farbausstattung – Titansilber. Wie die Galaxy Round soll der G Flex im November zunächst in Südkorea auf den Markt kommen. Andere Märkte werden folgen. Von der Preisgestaltung wird keine Rede sein.



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