Start Technik heute Android LG stellt G Flex2 vor – schneller, kleiner und trotzdem gewölbt

LG stellt G Flex2 vor – schneller, kleiner und trotzdem gewölbt

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LG G Flex2 1

Verbraucher scheinen wenig bis gar kein Interesse an Smartphones mit gewölbten Displays zu haben. So viel ist klar, mehr als ein Jahr nachdem Samsungs Galaxy Round zum ersten Mal versucht hat – und gescheitert –, den Markt zu umwerben. Selbst die Hersteller, die versucht haben, das Interesse an diesem exotischen Formfaktor zu wecken, setzen bei den meisten ihrer (beliebten) Geräte noch stark auf Flachbildschirme. Gekrümmte Displays sind heute auf Smartphones genauso selten wie zu ihrer Einführung.

Trotz des kalten Empfangs ist LG jedoch noch nicht bereit, Smartphones mit gewölbten Displays hinter sich zu lassen, da der südkoreanische Hersteller heute den Nachfolger von G Flex mit dem Namen G Flex2 ankündigt. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger dürfte das neue Modell im Premiumsegment jedoch eher massentauglich sein, nicht zuletzt dank seiner weniger einschüchternden Größe.

Im Gegensatz zu G Flex, das mit einem 6-Zoll-Panel geliefert wurde, wird G Flex2 mit einem 5,5-Zoll-Display geliefert. Es ist immer noch von der Sorte P-OLED (Plastic-OLED), aber es verfügt über eine höhere Auflösung – 1.080 x 1.920 – als zuvor – 720 x 1.280. Damit hat es eine Pixeldichte von 403 ppi (Pixel pro Zoll), was alles gut aussehen lassen sollte.

„Der ursprüngliche G Flex demonstrierte den Pioniergeist von LG und mit dem G Flex2 haben wir den gebogenen Formfaktor verfeinert und sind unserer Innovationsphilosophie für ein besseres Leben treu geblieben“, sagt Juno Cho von LG. „Das G Flex2 hat nicht nur die atemberaubende Optik, es hat auch den starken Mut, auf dem neuesten Stand der aktuellen Smartphone-Technologie zu sein. Einfach gesagt, es ist ein echter Hingucker im wahrsten Sinne des Wortes.“

Es ist also kleiner (149,1 x 75,3 x 7,1-9,4 mm im Vergleich zu den 160,5 x 81,6 x 7,9 mm von G Flex), heilt sich aber auch besser. Der ursprüngliche G Flex konnte sich bei Raumtemperatur in etwa drei Minuten von Kratzern erholen, aber das neue Modell verkürzt diese Zeit unter den gleichen Bedingungen auf etwa 10 Sekunden. Daher ist es weniger wahrscheinlich, dass Benutzer den täglichen Verschleiß bemerken.

Und in der Tat hat es auch eine ziemliche Durchschlagskraft. Im Inneren befindet sich ein 64-Bit 2,0 GHz Octa-Core Snapdragon 810 Prozessor mit 2 GB RAM, unterstützt von einem nicht entfernbaren 3.000 mAh Akku. G Flex2 ist vorerst das einzige Smartphone, das mit diesem Chip offiziell angekündigt wird (Galaxy Note 4 LTE-A ist wahrscheinlich das andere, aber Samsung hat diese Informationen noch nicht bekannt gegeben). Als 64-Bit-Android-Smartphone läuft auf dem G Flex2 selbstverständlich Android 5.0 Lollipop.

Auf der Rückseite befindet sich eine 13 MP Kamera mit optischer Bildstabilisierung und sogenanntem Laser-Autofokus. Ich war nicht allzu beeindruckt von dem gleichen Gerät auf dem G3, aber vielleicht hat LG es geschafft, die Software so zu optimieren, dass sie auf dem G Flex2 bessere Ergebnisse liefert. (Man kann nur hoffen, denn dies könnte meiner Meinung nach der einzige große Nachteil sein, den G Flex2 gegenüber anderen Premium-Angeboten haben könnte.)

Hier ist, was Sie sonst noch darüber wissen sollten. G Flex2 wird in 16 GB und 32 GB Speicherausstattung angeboten, aber egal welches Sie bekommen, es kommt auch mit einem microSD-Kartensteckplatz zur Erweiterung. Karten mit einer Größe von bis zu 2 TB werden laut den von LG angekündigten Spezifikationen offenbar unterstützt. Es genügt jedoch zu sagen, dass eine 128-GB-Karte gut funktioniert. An Bord sind auch 4G LTE-Konnektivität (mit Unterstützung für Tri-Band-Trägeraggregation, genau wie das Galaxy Note 4 LTE-A bietet), Wi-Fi 802.11ac, Bluetooth 4.1, NFC, GPS und die übliche Reihe von Sensoren. Es wiegt 152 Gramm. Zu den verfügbaren Farben gehören Flamenco-Rot und Platin-Silber.

Auf der Seite der Benutzererfahrung wirbt LG für Funktionen wie Gesture Shot (ermöglicht es Benutzern, Selfies mit einer faustpumpartigen Geste aufzunehmen), Gesture View (ermöglicht es Benutzern, die letzte Aufnahme kurz nach der Aufnahme anzuzeigen), Glance View (zeigt Informationen zu Bildschirm im Standby-Modus) und Fast Charge (ermöglicht eine halbe Ladung des Akkus innerhalb von 40 Minuten – es ist keine exklusive Funktion von LG, da sie von Qualcomm entwickelt wurde und heute auf den meisten Premium-Android-Handys zu finden ist).

Wann können Sie also mit G Flex2 rechnen? Nun, LG sagt, dass es jetzt auf seinem Stand auf der CES 2015 als Demo verfügbar ist – die im Gange ist, falls Sie es vielleicht nicht wissen – mit der Marktverfügbarkeit irgendwann in diesem Monat, zuerst in Südkorea, gefolgt von anderen großen Märkten.



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