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MacBooks nicht mehr aus Aluminium? Apple findet triftigen Grund

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MacBook Pro und MacBook Air bestanden schon immer aus Aluminium, doch in Zukunft könnte Apple ganz andere Materialien verwenden – Kohlefaser, Glas oder gar Keramik sind eine Option. Doch warum? Die Antwort darauf findet sich in einer neuen Erfindung des iPhone-Herstellers.

Apple

Aluminium ist der Stoff, aus dem schon lange Apple-Träume gefertigt werden. Das iPhone verwendet einen Rahmen aus solchen Metall, sämtliche Macs setzten drauf, ebenso wie die Sport-Varianten der Apple Watch. Die Vorteile liegen auf der Hand: Aluminium ist leicht formbar, lässt sich nach Belieben veredeln, ist stabil, kostet nicht zu viel und lässt sich auch wunderbar recyceln. Warum also sollte Apple zukünftig andere Materialien in Erwägung ziehen?

MacBooks aus Keramik und Co: Das steckt hinter Apples Erfindung

Eine Erklärung gibt’s im neuesten Apple-Patent zu entdecken. Es beschreibt die Möglichkeit, durch nahezu unsichtbare Perforationen im jeweiligen Material entsprechende Benachrichtigungssymbole mit interaktiven Tasten anzuzeigen. (Quelle: Patent- und Markenamt der Vereinigten Staaten via Patently Apple). Bedeutet: Wir bekommen beispielsweise direkt auf dem Gehäuse eines MacBooks Nachrichten und Badges angezeigt, gleichfalls könnte man zum Beispiel den Power-Button „verstecken“. Denn nur wenn die Elemente aktiv sind, werden sie auch angezeigt. Kurz und gut: Die Idee ist, dass die Anzeige-/Tastenelemente unsichtbar sind, wenn sie nicht beleuchtet beziehungsweise benötigt werden.

Die dem Patent beigelegte Zeichnung verdeutlicht den Einsatzzweck dieser Anzeigen (Bild: Patent- und Markenamt der Vereinigten Staaten).

Damit dies funktioniert, muss jedoch das richtige Gehäusematerial gewählt werden. Metall und damit das bisher verwendete Aluminium scheidet als Werkstoff kategorisch aus, doch es gibt Alternativen, die Apple im Dokument explizit auflistet:

  • Glas
  • Kohlefaser (Carbon)
  • Keramik
  • Plastik
  • andere Materialen (nicht namentlich erwähnt)

Die sicherlich preiswerteste Lösung wäre Plastik, doch auch wenn Apple diesen Stoff schon früher beim „normalen“ MacBook und zuvor beim iBook verwendete, die Pro-Modelle könnte man damit nur sehr schlecht verkaufen. Es würde wohl allgemein als Rückschritt angesehen.

Aktuell keine Experimente, auch das jüngste MacBook Pro besteht noch immer aus 100 Prozent recycelten Aluminium:

Schon wahrscheinlicher und wünschenswerter wäre da Keramik. Apple nutzte das Material eine Zeit lang bei der Apple Watch, konnte also schon Erfahrungen sammeln. Allerdings ist das kleine Gehäuse einer Smartwatch sicherlich einfacher aus Keramik zu fertigen, als denn ein ganzes MacBook. Glas wäre auch eine Option, kennen wir von der Vorder- und Rückseite der iPhones. Doch damit dürfte auch die Bruchgefahr steigen – schwierig. Bliebe noch Kohlefaser, leicht und robust, jedoch im Handling für Elektronikprodukte eher unüblich und der Aufwand schlecht absehbar.

Auch für iPhone, Apple Watch und mehr

Interessant: Das Patent geht nicht allein auf MacBooks ein. Auch für die Apple Watch, das iPhone und den Apple Pencil wird die Technik ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Das Gehäuse würde auch hier zu einer Art „interaktiven Display“ mutieren.

Möglich wäre der Einsatz aber auch auf der Rückseite eines iPhones. So könnte man über E-Mails und Nachrichten informiert werden, wenn das Handy mit dem Display auf dem Tisch liegt (Bild: Patent- und Markenamt der Vereinigten Staaten).

Aktuell ist nicht bekannt, wie weit Apples Entwicklungsarbeiten schon fortgeschritten sind und ab wann oder ob wir eventuell überhaupt Geräte dieser Art bekommen. Eingereicht wurde die Erfindung immerhin im Sommer 2020, also vor gut 1,5 Jahren.



Quelle

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