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Mario Party Superstars im Test: Endlich könnt ihr die 100 Minispiele von N64 & Co. in einer liebevollen Neuauflage auf der Switch zocken

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Mit Super Mario Party machte das Mario Party-Franchise bereits 2018 sein Debüt auf der Nintendo Switch. Im vergangenen Oktober folgte schließlich Mario Party Superstars. Während Super Mario Party neue Minispiele, Mechaniken und Spielbretter präsentierte, definiert sich Mario Party Superstars eher als Kollektion vergangener Mario Party-Spiele. Wir schauen uns an, wie sich die Klassiker vergangener Generationen auf der Nintendo Switch schlagen, und spielen uns durch die umfangreiche Minispiel-Kollektion.

























Im Zentrum von Mario Party Superstars liegen die Minispiele. Gleich 100 Stück an der Zahl kriegen die Spieler hier geboten, dabei handelt es sich jedoch ausschließlich um Remakes vergangener Mario Party-Minispiele. Auch die Spielbretter im Mario Party-Modus stammen aus vergangenen Titeln des Franchise, sodass Mario Party Superstars im Grunde genommen als Remake-Sammlung angesehen werden kann.


Über das Hauptmenü haben Spieler die Wahl, sich im Mario Party-Modus auf den Spielbrettern auszutoben, oder sich auf dem Minispiele-Berg uneingeschränkt den einzelnen Spielen zu widmen. Dazu kommen charmante Details wie Toads Shop, in dem wir mit den gesammelten Münzen neue Kartendesigns für unser Online-Profil, Sticker, Musik, sowie neue Seiten in der Enzyklopädie kaufen können.


Die Minispiele unterteilen sich hierbei in verschiedene Arten. Es gibt Jeder-gegen-Jeden-Minispiele, Duell-Minispiele, Highscore-Minispiele und noch so einiges mehr. Wer sich erst einmal einen Überblick über die besagten Spiele schaffen will, der macht sich mit Toads Fähre auf den Weg zum Minispiele-Berg.

























Angekommen auf dem Minispiele-Berg, stehen den Spielern allerlei verschiedene Modi zur Verfügung, die die Minispiele auf ihre jeweils eigene Art zur Geltung bringen. Im Freie Wahl-Modus, besteht die Qual der Wahl aus den insgesamt 100 Minispielen, im Team-Match treten jeweils zwei Spieler gegeneinander an. Bei der Trio-Herausforderung dreht sich alles um 1-vs.-3-Minispiele, bei der Superserie hingegen tritt ein einzelner Spieler im Online-Modus gegen Spieler aus der ganzen Welt an und versucht dabei, eine Siegesserie aufzubauen. Dazu kommen Sport und Puzzles, die Tages-Herausforderungen, sowie der Münzkampf. Wer die Wahl zwischen den vielen Minispielen also nicht selbst treffen und gegen andere Spieler antreten möchte, der ist hier bestens aufgehoben.


Besonders bei dem Design der Minispiele wird der Fokus auf die Nostalgie jedoch manchmal zum Nachteil. So verzichtet das Spiel auf jegliche Verwendung der Motion Control-Unterstützung, der Infrarot-Bewegungskamera oder auch der Gyro-Sensoren des Controllers. Bereits mit 1-2 Switch als Launch-Titel der Nintendo Switch im Jahr 2017 bewies Nintendo, wie unterhaltsam die JoyCon-Funktionen in einem Minispiele-Format sein können. Mit dem Fokus auf den Remake-Aspekt ist das Ganze nachvollziehbar, jedoch nicht weniger schade.


Gleichwohl ist es eine Freude, sich durch all die unzähligen Minispiele durchzuspielen, dabei gleicht keines dem anderen. Sie gestalten sich einfallsreich, spaßig und vor allem abwechslungsreich, was bei einer solch großen Auswahl eine beachtliche Leistung ist. Die Designs wirken charmant und liebevoll gestaltet. Schnell kristallisieren sich die persönlichen Favoriten heraus, die es besonders in den Online-Modi zu meistern gilt.


Je nach Einstellung wird vor jedem der Minispiele ein Tutorial-Bildschirm präsentiert, der nicht nur die Knopfbelegung erklärt, sondern die Spieler bereits im Voraus das Minispiel ausprobieren lässt. Besonders als Partyspiel ist die leichte und schnelle Zugänglichkeit des Spiels das A und O. Dank der Gestaltung der Minispiel-Tutorials ist der Spielspaß, unabhängig vom Erfahrungslevel eines Mitspielers, somit stets gesichert.

























Etwas involvierter gestaltet sich der Mario Party-Modus. Hierbei treten auf insgesamt fünf verschiedenen Spielbrettern aus der Nintendo-64-Ära, inklusive Horror-Land und Peachs Geburtstagstorte, Spieler zu viert gegeneinander an. Das Ziel: am Ende die meisten Sterne zu besitzen und zum Superstar gekürt zu werden.


Um einen der begehrten Sterne zu erhalten, muss Toadettes Standpunkt auf dem Spielbrett ausfindig gemacht werden, um sich anschließend auf dem Weg zu ihr zu machen und mit den gesammelten Münzen den Stern zu ergattern. Wie schnell wir an die Sterne gelangen, hängt unter anderem von dem jeweiligen Spielbrett ab. Jedes Brett unterscheidet sich in der Schwierigkeit und dementsprechend auch der Größe der Karte.


Zum Beginn eines Spiels können Spieler die Anzahl der Runden festlegen, mit 10 Runden und knapp 30 Minuten Spielzeit als Minimum, 30 Runden mit geschätzten 90 Minuten als Maximum. Auch andere Einstellungen, wie die Verwendung von Bonus-Sternen, die Aktivierung der Tutorial-Bildschirme, sogar ein spezielles Handicap kann den jeweiligen Spielern hinzugefügt werden. Zu guter Letzt wählen Spieler aus, welche Art von Minispielen in der Partie vorkommen sollen. Besonders hilfreich: Mario Party Superstars speichert nach jeder Runde den Spielstand, sodass Spieler bequem die aktuelle Runde beenden, und zu einem anderen Zeitpunkt weiterspielen können.


Praktisch jedes Feld auf dem Brett löst ein gewisses Ereignis aus. Manchmal erhalten Spieler einige Münzen, manchmal werden welche abgezogen. Bei Glücksfeldern erhalten wir eine zufällig ausgewählte Belohnung, auf Item-Feldern wiederum gilt es in kleinen Zwischensequenzen, sich eines der zur Verfügung stehenden Items zu ergattern. Zu den besagten Items gehören Objekte, wie der Doppel-Würfel, der uns zweimal würfeln lässt, der Generalschlüssel, mit dem Tore auf dem Spielbrett geöffnet werden können, oder der Warp-Würfel, mit dem der Spieler den Platz auf dem Brett mit einem der anderen Spieler tauscht.


Items, diverse Ereignisfelder sowie ein Minispiel nach jeder Runde. Schnell entsteht ein Balanceakt zwischen dem Sammeln von Münzen im Laufe der Minispiele, dem Kauf von Items, sowie die Jagd nach Toadette und ihren Sternen. Dank der teilweise recht mächtigen Items kann sich das Blatt jederzeit wenden, wodurch es im Mario Party-Modus immer spannend bleibt. Die Inklusion der Minispiele in Kombination mit einzigartigen Ereignissen basierend auf dem jeweiligen Design des Spielbretts, machen Mario Party zu einem tollen Erlebnis. Die Auswahl der Runden erlaubt je nach Zeitfenster ein kurzes, oder auch ausführliches Spiel. Es kann lokal mit Freunden, Online oder auch mit Computergesteuerten Charakteren gespielt werden.


Etwas schwer nachzuvollziehen, ist hierbei Nintendos Entscheidung, die Auswahl der Spielbretter bei lediglich fünf zu belassen. Immerhin erhalten wir ein Brett mehr als mit Super Mario Party, doch schaut man sich die Summe der vergangenen Spielbretter an, so wirkt die Entscheidung fragwürdig. Mit 100 Minispielen erhalten wir das andere extrem, wodurch die spielerische Zweiteilung zwischen den Minispiele-Berg-Inhalten und dem Mario Party-Modus etwas unbalanciert wirkt. Dank der starken Involvierung der Minispiele wirkt das Gameplay im Mario Party-Modus zwar nicht eintönig, über mehr Auswahl hätte ich mich dennoch gefreut.
















































Es steckt viel Liebe in Mario Party Superstars, das ist offensichtlich. Die Gestaltung des Hauptmenüs als kleines Dorf, die Vorstellung der Minispiele, sowie deren visuelle und mechanische Umsetzung. Mit dem Fokus sowohl auf die Partyspiel-, als auch die Einzelspieler-Elemente, verspricht Mario Party Superstars viele Einsatzmöglichkeiten. Egal, ob Spieler allein im Online-Modus gegen andere Spieler antreten, oder auch zusammen mit Freunden im lokalen Modus eine Runde Mario Party spielen, Nintendo hält praktisch jede Tür offen.


Mit dem Fokus auf bereits bekannte Mario Party-Minispiele holt Nintendo sicherlich viele Fans ab, die ihre alten Lieblings-Minispiele nun auf der Nintendo Switch wiederfinden. Andererseits hat diese Einschränkung den Nachteil, dass die Macht der Switch und ihrer JoyCons nie so richtig ausgeschöpft wird. Zu gerne hätte ich Spielereien mit den Gyro-Sensoren oder der Infrarot-Kamera gesehen.


Das ändert jedoch nichts an dem leicht zugänglichen, charmanten Design von Mario Party Superstars, mit dem wir sicherlich auch in Zukunft noch viele spaßige Stunden auf dem Minispiele-Berg, oder auch auf dem Spielbrett haben werden.



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