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Mexikos Zentralbank entwickelt eigene digitale Währung

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Mexiko nimmt die Entwicklung einer kryptowährungsähnlichen digitalen Währung in Angriff. Das hat die Gouverneurin der mexikanischen Zentralbank (BdeM), Victoria Rodríguez Ceja, im Senat des Landes bekanntgegeben. Die digitale Währung soll binnen dreier Jahren in Betrieb gehen und das Finanz- und Zahlungssystem des Landes langfristig effizienter machen.

Rodríguez Ceja unterstrich die „sehr komplexen“ Herausforderungen, denen sich die Zentralbank angesichts der COVID-19-Pandemie und des russischen Krieges gegen die Ukraine stellen muss. Das berichtet die mexikanische Tageszeitung La Jornada. Das Ziel, die Inflation bis zum dritten Quartal 2024 auf drei Prozent zu drücken, muss Rodríguez Ceja „verschieben“. Die Frau hat den Chefsessel der Zentralbank erst zum Jahresbeginn übernommen. Es war ihr erster Auftritt der im Senat, der dafür gleich fast vier Stunden dauerte.

Von der Schaffung einer digitalen Zentralbankwährung verspricht sich Rodríguez Ceja schnelle, sichere, effiziente und interoperable Zahlungen. Der digitale Peso werde allerdings „nicht die Münzen und Banknoten, die wir kennen, ersetzen“, sondern ein alternatives Mittel sein, „das es der Mehrheit der Bevölkerung ermöglichen wird, Bankkonten und Nichtbankkonten zu eröffnen.“ Anfang des Jahres hat Mexikos Regierung bereits das digitale Zentralbankgeld angekündigt. Die Zentralbank selbst hielt sich damals noch bedeckt, bestätigt jetzt aber das Projekt.

Mehrere Zentralbanken in aller Welt arbeiten derzeit an der Einführung digitaler Währungen, da sie befürchten, dass Bitcoin und andere Kryptoassets die Kontrolle über Geld schwächen könnten. So prüft die US-Regierung die Einführung des „digitalen Dollar“. Das US-Finanzministerium soll demnach ein halbes Jahr lang analysieren, welche Folgen die Einführung einer offiziellen Digitalwährung für die USA haben könnte. Auch China plant eine staatliche Kryptowährung und will zur ersten großen Wirtschaftskraft des Planeten werden, die über eine souveräne digitale Währung verfügt.

Auch Brasilien und Japan wollen jeweils ein eigenes digitales Zentralbankgeld einführen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihrerseits im Juli vergangenen Jahres eine zweijährige Untersuchungsphase zum digitalen Euro eingeläutet, in der es um Aspekte wie Technik und Datenschutz gehen soll, bevor endgültig über die Einführung eines digitalen Euro entschieden wird.


(akn)

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