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Mini-LED-Flut: Extrem helle PC-Monitore mit hoher Auflösung und vielen Hertz

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Der Monitortrend der diesjährigen CES-Messe liegt bei Mini-LEDs, die hinter 27 und 32 Zoll großen Panels sitzen und eine feine HDR-Ansteuerung ermöglichen. Richteten sich teure Erstlingsmodelle mit Mini-LEDs noch an Gutbetuchte in der Bild- und Videobearbeitung, kündigten zahlreiche Hersteller auf der CES 2022 Gaming-Modelle an, die sich insbesondere bei der Geschwindigkeit gegenseitig überbieten.

So kann Samsungs Odyssey Neo G8 erstmals 3840 × 2160 Pixel (Ultra HD) mit 240 Hertz darstellen. Mit einer starken 1000R-Krümmung stellt er eine schmalere Version des 49-Zöllers Odyssey Neo G9 im 16:9- statt 32:9-Format dar. Samsung macht weiterhin sein eigenes Ding und setzt ein selbstentworfenes VA-Panel ein – die Mini-LEDs leuchten mit 2000 cd/m² besonders hell.

Andere Hersteller verwenden IPS-Technik, üblicherweise von AU Optronics. Dabei feiert vor allem ein Name seine Rückkehr: G-Sync Ultimate. Dabei handelt es sich um Nvidias aktuelles G-Sync-Modul mit DisplayPort 1.4 und Funktionen zur Reduzierung der Eingabelatenz (Nvidia Reflex).

Mini-LED-Monitore von der CES 2022
Monitor Acer Predator X32 FP Acer Predator X32 AOC Agon Pro AG274QGM Asus ROG Swift PG32UQXE MSI MEG 271Q Samsung Odyssey Neo G8 Philips 27B1U7903
Diagonale 32 Zoll 32 Zoll 27 Zoll 32 Zoll 27 Zoll 32 Zoll 27 Zoll
Auflösung 3840 × 2160 Pixel 3840 × 2160 Pixel 2560 × 1440 Pixel 3840 × 2160 Pixel 2560 × 1440 Pixel 3840 × 2160 Pixel 3840 × 2160 Pixel
Bildwiederholrate 165 Hertz 144 Hertz 300 Hertz (OC) 160 Hertz 300 Hertz (OC) 240 Hertz 60 Hertz
Mini-LED-Zonen 576 576 576 576 vmtl. 576 unbekannt 2304
max. Helligkeit 1200 cd/m² 1000 cd/m² 1000 cd/m² 1000 cd/m² 1000 cd/m² 2000 cd/m² 1000 cd/m²
Paneltyp IPS IPS vmtl. IPS IPS IPS VA IPS
Sync Adaptive-Sync G-Sync Ultimate G-Sync Ultimate G-Sync Ultimate G-Sync Ultimate Adaptive-Sync Adaptive-Sync

Acer nutzt das Modul beim Predator X32 für eine Kombination aus Ultra-HD-Auflösung (3840 × 2160 Pixel) mit einer Bildwiederholrate von 144 Hertz. Asus‘ ROG Swift PG32UQXE ist mit 160 Hertz noch etwas flotter. AOCs Agon Pro AG274QGM und MSIs MEG 271Q opfern einen Teil der Auflösung für noch mehr Bilder pro Sekunde – sie zeigen 2560 × 1440 Pixel (WQHD) mit 300 Hertz an. Bisherige WQHD-Monitore kamen auf maximal 240 Hertz.

Ein Fragezeichen steht noch hinter den Anschlüssen: Ohne jegliche Komprimierung ist HDMI 2.1 notwendig, um 4K-Auflösungen mit 120 Hertz und mehr bei 10 Bit pro Farbkanal darzustellen. Asus etwa spricht auch beim ROG Swift PG32UQXE von HDMI 2.1, allerdings beherrschte das zuletzt vorgestellte G-Sync-Ultimate-Modul nur HDMI 2.0. Es bleibt abzuwarten, ob Nvidia eine neue Version aufgelegt hat oder Hersteller HDMI 2.0 als HDMI 2.1 bewerben.

Einzelne Modelle beherrschen zudem die Display Stream Compression (DSC) über DisplayPort 1.4, das die Bildübertragung kaum bis gar nicht sichtbar komprimiert, um mehr Bilder pro Sekunde übertragen zu können. Acer und Asus etwa bestätigen den DSC-Support bei ihren Monitoren.


Nvidia kündigte im Blog unter anderem AOCs Agon Pro AG274QGM und MSIs MEG 271Q an. (Bild: Nvidia)

Acer nennt derweil als einziger Hersteller konkrete Preise. So soll der Predator X32 im dritten Quartal 2022 für 1900 Euro den Markt erreichen. Das Schwestermodell Predator X32 FP mit Adaptive-Sync, also AMDs FreeSync, anstelle von G-Sync Ultimate, soll nicht nur früher im zweiten Quartal verfügbar sein und 300 Euro weniger kosten, sondern auch die Bildwiederholrate von 144 auf 165 Hertz und die maximale Helligkeit von 1000 auf 1200 cd/m² erhöhen.

Philips‘ in China angekündigter 27B1U7903 richtet sich derweil an Profi-Anwenderinnen und -Anwender. Mit 2304 Dimming-Zonen kann er seine Mini-LEDs besonders fein ansteuern, dafür stellt er nur 60 Bilder pro Sekunde dar. Die auf der CES 2022 angekündigten Mini-LED-Monitore sollten im Laufe dieses Jahres erscheinen.


(mma)

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