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Nach Chipkrise: E-Autos stehen bald vor großer Herausforderung

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Die deutschen Autohersteller haben zu knabbern: Chipmangel, Werksschließungen und unverkaufte Modelle bestimmen die Lage auf der einen Seite, während andererseits E-Autos in diesem Jahr ungekannte Höhen erreicht haben. Doch das wird wohl nicht so bleiben.

Batteriemangel? 2024 wird für E-Autos ein entscheidendes Jahr

Coronakrise, Chipkrise, Klimakrise – die vergangenen Jahre sind nicht arm an Extremsituationen aus allen Richtungen. Das hat sich auch auf den Bau neuer Elektroautos ausgewirkt. Noch immer setzen Chipmangel und allgemeine Lieferprobleme den Herstellern zu. Doch die Krisenzeit ist noch nicht ausgestanden, wenn man Ferdinand Dudenhöffer folgt.

Die Experten sind sich uneins, ob die Chipkrise im nächsten Jahr bereits ausgestanden sein wird. Für E-Autos würde das ohnehin nur eine kleine Verschnaufpause bedeuten: Ab 2024 werde „die starke Nachfrage nach Elektroautos zu einer Verknappung des Batterie-Zellangebots führen“, erklärte der als Autopapst bekannte Chef des Center Automotive Research (CAR) in Duisburg (Quelle: dpa via Süddeutsche Zeitung).

Woher sollen all die Akkus kommen?

Zwar würden bereits neue Produktionsstätten entstehen, „aber auch hier gibt es wie bei den Halbleitern nicht den ‚Zauberstab‘, der über Nacht die Fabriken aus dem Boden wachsen lässt.“ Es wird also dauern, bis so viele E-Auto-Akkus produziert werden können, wie sie die Industrie braucht – und nach Expertenmeinung wird die Nachfrage nach E-Autos weiter steigen.

Forciert wird das von allen Seiten: Durch die Ziele zur CO2-Reduktion, die dadurch steigenden Spritpreise und durch die Pläne der Autohersteller, welche die Produktion von Verbrennern in den kommenden Jahren immer weiter einstellen werden. Auch die Förderung, die von der neuen Regierung umstrukturiert, aber fortgesetzt werden soll, trägt immens zur Attraktivität von Elektroautos bei.

Die Ziele zur Emissionsreduktion werden dabei mit der Ampel-Koalition noch ambitionierter, zumindest auf dem Papier. Laut Hildegard Müller, Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, ist Deutschland drittgrößter E-Auto-Hersteller weltweit, VWs Transformation könnte den Konzern bis 2024 zum Weltmarktführer machen.

Rund um E-Autos und ihre Akkus gibt es hartnäckige Irrtümer. Fünf gängige seht ihr im Video:

Das alles steht jedoch unter der Voraussetzung, dass E-Autos in großen Zahlen produziert werden – was in der aktuellen Situation, gefolgt von der von Dudenhöffer erwarteten Batteriekrise mindestens fraglich erscheint.



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