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Obama zu Fake News auf Social Media: “Menschen sterben”

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Der ehemalige US-Präsident fordert mehr Transparenz von Tech-Konzernen, die soziale Plattformen betreiben.

„Menschen sterben aufgrund von Fehlinformationen“, sagte der ehemalige US-Präsident Barack Obama am Donnerstag in einer Rede auf einer Veranstaltung des Stanford Cyber Policy Center, wie CNET berichtet.

Der ehemalige US-Präsident warnte vor den Konsequenzen von Fake News, die auf sozialen Medien kursieren. Die Plattformen würden ihm nach „einige der schlimmsten Impulse der Menschheit verstärken.“

Als konkretes Beispiel für die Auswirkungen nannte er die Impf-Skepsis in der Pandemie. „Obwohl wir wissen, dass der Impfstoff im Wesentlichen an Milliarden von Menschen weltweit klinisch getestet wurde, ist immer noch etwa jeder fünfte Amerikaner bereit, sich selbst und seine Familie einem Risiko auszusetzen, anstatt sich impfen zu lassen.“

Forderung nach Transparenz

Obama forderte die Tech-Konzerne auf, mehr über ihre eingesetzten Algorithmen zu informieren. „Diese Unternehmen halten sich immer noch viel zu sehr zurück, wenn es darum geht, wie genau ihre Standards funktionieren oder wie ihre Systeme beeinflussen, was viral geht und was nicht“, sagte er. Geld zu verdienen und ihren Marktanteil zu vergrößern dürfe nicht ihr einziges Ziel sein. „Sie müssen das Problem lösen, das sie zum Teil mit verursacht haben, aber auch für etwas Größeres eintreten.“

In seiner Rede wandte er sich auch an die Mitarbeiter*innen von Technologieunternehmen. „Sie können sich für den Wandel einsetzen, Sie können Teil dieser Neugestaltung sein – und wenn nicht, können Sie zu Unternehmen gehen, die versuchen, das Richtige zu tun.“

Bedrohung für Demokratie

Desinformation sei „eine Bedrohung für unsere Demokratie“ und verwies auf unbegründete Verschwörungstheorien über Wahlbetrug, die den tödlichen Aufstand auf dem Capitol Hill am 6. Januar angeheizt hatten, sowie auf irreführende Videos aus Russland über den Krieg mit der Ukraine.

Personen wie Wladimir Putin oder der ehemalige Trump-Berater Steve Bannon wüssten, dass es nicht notwendig ist, dass die Menschen diese Informationen glauben. „Man muss nur genug Fragen aufwerfen, genug Schmutz verbreiten und genug Verschwörungstheorien aufstellen, damit die Bürger*innen nicht mehr wissen, was sie glauben sollen.“

Die Europäische Union hat, um dieser Problematik entgegenzuwirken, sich in der Nacht auf Samstag auf den sogenannten Digital Services Act (DSA) geeinigt. Mehr dazu lest ihr hier.



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