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Purism ‚PureOS Store‘ wird sowohl für Desktop- als auch für mobile Apps sein, und das ist ein Fehler

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Purism ist ein Unternehmen, das sich auf Datenschutz, Sicherheit und Open-Source-Ideologie konzentriert. Was ist nicht zu lieben? Es stellt bereits Linux-betriebene Laptops mit coolen Funktionen wie Hardware-Kill-Switches für Webcams und drahtlosen Funkgeräten her. Auf diese Weise können Sie sicher sein, dass Ihre Hardware weniger wahrscheinlich gehackt und zum Ausspionieren verwendet wird.

Die Kernwerte des Unternehmens sind edel und respektabel, aber finanziell bedeutet dies nicht unbedingt Erfolg. Tatsächlich ist es eine sehr schwierige Aufgabe, mit Unternehmen wie Microsoft, Google und Apple um Desktop-Computing zu konkurrieren. Noch schwerer? Einstieg in das von iOS und Android dominierte mobile Geschäft. Und dennoch plant Purism, das Librem 5-Smartphone (mit Linux-basiertem PureOS) irgendwann in der Zukunft auf den Markt zu bringen. Natürlich braucht ein solches Gerät einen App Store, also hat PureOS endlich den Namen seines kommenden Angebots enthüllt – den einfallslos benannten PureOS Store. Leider wird dies ein Versuch sein, Mobile und Desktop in einem einzigen Geschäft zusammenzuführen.

„Purism freut sich, den PureOS Store ankündigen zu können, eine sichere Alternative zu proprietären App-Stores, die Ihre Privatsphäre und Freiheit respektiert. Obwohl es noch viel zu tun gibt, bevor wir live gehen, sind wir bereits dabei, die Infrastruktur aufzubauen und die Richtlinien zu verfeinern eine lebendige Drehscheibe für mobile und Desktop-Apps. Wir sehen den PureOS Store als die primäre Community-Schnittstelle für App-Entwickler, um zum breiteren Ökosystem beizutragen, ohne die zugrunde liegende Technologie wie das Verpacken oder den Mechanismus des Upstreams von Apps verstehen zu müssen. Wir möchten Anreize setzen Entwickler, Software zu entwickeln, die den Werten der Community entspricht, mit dem ultimativen Ziel, in PureOS selbst integriert zu werden“, sagt Jeremiah Foster, Director PureOS, Purism.

Foster sagt weiter: „Apps im PureOS Store werden aufsteigend bewertet, wobei der Reifegrad von Entwicklungs- und Beta-Levels bis hin zu einer vollständig unterstützten und Standard-App in PureOS reicht. Korrelierende ‚Badges‘ werden verwendet, um die Status einer bestimmten App, während gleichzeitig die Freiheit, der Datenschutz, die Sicherheit und das ethische Design der Software reflektiert werden. Dies wird nicht nur das Vertrauen in das Ökosystem stärken, sondern es den Benutzern ermöglichen, vor der Installation fundierte Entscheidungen über Apps zu treffen.“

Die Idee, einmal eine App zu schreiben und sie auf Mobilgeräten und Desktops zum Laufen zu bringen, klingt zwar gut, ist aber in der Praxis weitgehend gescheitert. Microsoft hat es mit Windows 10 Mobile versucht, und die Entwickler haben nicht gebissen. Verbraucher scheinen auch separate Stores und Apps für Desktop und Mobile zu bevorzugen. Konvergenz hat die Welt einfach nicht in Brand gesteckt.

Mein Vorschlag an Purism wäre, zwei unterschiedliche App Stores zu erstellen, die sich auf das bestmögliche Erlebnis für jede Plattform konzentrieren – mobil und Desktop. Die Chancen stehen bereits gut gegen das Unternehmen, daher sollte es aus den Fehlern anderer Unternehmen – wie Canonicals gescheiterten Smartphone-Träumen – lernen, anstatt sie zu wiederholen.

Bildnachweis: Stas Malyarewsky / Shutterstock



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