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So viel kostet eine österreichische Kreditkarte im Dark Web

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Close-up of a man paying bills from home by using a laptop and a credit card

© Getty Images / domoyega/iStockphoto

Daten von Kreditkarten gehören wohl zu meistgehandelten Dingen im Dark Web. Wie viel solche gestohlenen Zahlungskartendaten in der dunklen Ecke des Internets wert ist, hat sich der VPN-Anbieter NordVPN in einer aktuellen Studie angesehen.

Dabei wurden insgesamt 4 Millionen Datensätze von Kredit- und Debitkarten analysiert, die im Dark Web zum Verkauf angeboten werden. Die Daten stammen von Menschen aus 140 Ländern. 4.918 Zahlungskartendaten stammten aus Österreich.

Im Durchschnitt verlangen Kriminelle für eine gestohlene Kreditkarte ungefähr 8,50 Euro. Der Durchschnittspreis für eine österreichische Zahlungskarte liegt mit 16,05 Euro deutlich darüber. Die teuersten Karten stammen aus Japan (Durchschnittspreis 47,66 Euro), während die billigsten Karten im Dark Web aus Honduras kommen (Durchschnittspreis unter 0,88 Euro).

Diese Karte zeigt, wie hoch das Risiko ist, dass Zahlungskartendaten gestohlen werden

Die Preise entstehen durch Angebot und Nachfrage. „In diesem Fall hängt die Nachfrage direkt damit zusammen, wie einfach es ist, Geld von einer Karte zu stehlen und wie groß die Beträge sind, die gestohlen werden können“, erklärt Marijus Briedis, CTO bei NordVPN. Deshalb würden die teuersten Karten aus wohlhabenderen Ländern kommen oder aus solchen mit schlechteren Sicherheitsmaßnahmen der Banken.

Wie kommen die Kriminellen an die Daten der Zahlungskarten?

In den meisten Fällen würden Cyberkriminelle die Brute-Forcing-Methode nutzen, um an die Zahlungskartendaten zu gelangen, so Briedis: „Das bedeutet, dass sie im Grunde versuchen, die Kartennummer und die Prüfnummer zu erraten. Die ersten 6 – 8 Zahlen sind die ID-Nummer des Kartenausstellers. Damit bleiben den Hackern 7 – 9 Zahlen, die sie erraten müssen. Die sechzehnte Ziffer ist eine reine Prüfsumme und wird nur verwendet, um festzustellen, ob bei der Eingabe der Nummer ein Fehler gemacht wurde.“

Um sich gegen Kreditkartenbetrug zu schützen, sollte man wachsam bleiben, rät NordVPN. Es sei hilfreich die Monatsabrechnung regelmäßig nach verdächtigen Transaktionen zu überprüfen. Manche Banken bieten eine automatisierte SMS-Benachrichtigung für jede Kreditkartentransaktion. Diese zu aktivieren, könnte verdächtige Transaktion ebenso aufdecken.



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