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Steam-Spiel feiert Riesen-Erfolg, obwohl es eigentlich keine Spieler hat

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Wenn man in die Statistiken der Spielerzahlen auf Steam blickt, residieren meist die gleichen altbekannten Größen wie CS:GO oder Dota 2 und Co. unter den vorderen Plätzen. Doch vor wenigen Tagen sorgte ein völlig neues Gesicht unter den Top-Games für Aufsehen. Wie das kostenlose Capcom-Spiel einen kometenhaften Aufstieg hinlegen konnte, obwohl es eigentlich keiner spielt, schauen wir uns jetzt einmal genauer an.

Steam-Spielerzahlen: Was macht das Capcom-Game denn da?

Bei den Top-Games in Bezug auf Spielerzahlen gibt es auf Steam selten große Bewegung. Auf den obersten Plätzen tummeln sich wie gewohnt die PC-Kracher CS:GO, Dota 2 und PUBG. Hit-Sensationen oder große Releases können da zwar hin und wieder mitmischen, aber dies ist nicht an der Tagesordnung.

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Umso verwunderlicher ist ein Blick in die aktuellen Charts der meistgespielten Spiele auf Steam: Anstatt den üblichen Anblick zu bekommen, befindet sich im 24-Stunden-Höchstand mit über 488.000 Spielenden ein neues Game unter den Top-Plätzen – Capcom Arcade Stadium. (Quelle: Steam DB)

Neu trifft es dabei nicht wirklich, denn das Emulator-Spiel von Capcom ist bereits im Mai 2021 erschienen. Darin könnt ihr alte Arcade-Klassiker in einer Sammlung erleben. Im kostenlosen Grundspiel ist allerdings nur das Shoot’em up 1943: The Battle of Midway enthalten.

Warum also dieser Spieleransturm? Hat ein frisches Update für Begeisterungstürme gesorgt? Oder ist es gerade trendy auf Twitch? Nein, die Antwort ist viel simpler. Bei den vermeintlichen Spielermassen handelt es sich gar nicht um Menschen, die hinter ihren PC-Bildschirmen sitzen, sondern um einen Haufen Bots.

Warum stürmen Bots Capcom Arcade Stadium?

Haben die Bots plötzlich Lust gekriegt in Flugzeugen um sich zu schießen? Nein, natürlich nicht. Bots werden auf Steam oftmals dafür programmiert, bei Änderungen von Spielen auf der Lauer zu liegen, um daraus Profit schlagen zu können. Zum Beispiel, wenn ein kostenpflichtiges Spiel zu einem Gratis-Game wird.

Die damit verbundenen Trading-Cards des Spiels werden dann in Massen von den Bots gesammelt und auf dem hauseigenen Marktplatz von Steam verkauft. Im Fall von Capcoms Arcade Stadium sind dem kostenlosen Spiel erstmalig Trading-Cards hinzugefügt worden. Zeit für die Bots, auch hier sofort zuzuschlagen. (Quelle: Twitter)

Schaut man aktuell in die Statistiken der Spielerzahlen, ist der Ansturm auf die Beute bereits wieder abgeflaut und die Bots sind weitergezogen. Oder in ihren Winterschlaf bis zur nächsten Profit-Gelegenheit verfallen. Jetzt tummeln sich momentan um die 1.000 Spieler in Capcom Arcade Stadium – also wohl wieder echte Menschen. (Quelle: SteamDB)

Auf Steam finden sich immer wieder echte Kuriositäten – so wie das Idle-Game Cookie Clicker, welches erst kürzlich sein Comeback auf der Plattform gefeiert hat:

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