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Studio Display: Apple räumt Fehler bei der Kamera ein

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Apples brandneuer Monitor, das Studio Display, wird mit einem Softwareproblem ausgeliefert, das für eine unterdurchschnittliche Aufnahmequalität der integrierten 12-Megapixel-Ultraweitwinkel-Kamera sorgt. Das Problem war ersten Testern des mindestens 1750 Euro teuren Bildschirms aufgefallen. Die Bilder, die die Webcam etwa bei FaceTime- oder Zoom-Anrufen mache, sei körnig und mit Artefakten belegt, außerdem seien die Aufnahmen trotz gutem Licht unnatürlich ausgeleuchtet und Gesichter verwaschen, hieß es. Andere Apple-Kameras, darunter niedriger aufgelöste, lieferten ein besseres Bild.

Nachdem Apple zunächst auf Anfragen bekannter US-Medien keine Antwort auf das Problem hatte, kam Ende dieser Woche dann ein offizielles Statement. Man habe ein „Problem entdeckt, bei dem das System sich nicht so wie erwartet verhält“. Aus diesem Grund werde man „Verbesserungen in einem Software-Update“ vornehmen. Allerdings nannte der Hersteller keinen Termin für den Fix, weshalb Erstkäufer vermutlich zunächst mit einer nicht richtig funktionierenden Webcam leben müssen. Offizieller Erstausliefertermin der Geräte ist am heutigen Freitag, einen ersten Mac & i-Test des Mac Studio lesen Sie hier.

Das Studio Display ist Apples zweiter Bildschirm seit vielen Jahren – parallel dazu wird der 6K-Mini-LED-Schirm Pro Display XDR für 6500 Euro offeriert. Die Hardware ist relativ ordinär, so entspricht das Panel ungefähr dem, das im mittlerweile eingestellten Intel-iMac mit 27 Zoll verwendet wurde. Weder Mini-LED-Technik noch HDR-Unterstützung stecken in dem Schirm. Zu den Hauptattraktionen des Geräts zählen deshalb die Zusatzfunktionen: So gibt es sechs hochwertige Lautsprecher mit Spatial-Audio-Unterstützung und eben besagte 12-Megapixel-Webcam, die auch die Center-Stage-Funktion beherrscht, die Menschen vor dem Display automatisch folgen kann.

Zu Steuerung der Webcam und der Audiofunktionen hat Apple im Studio Display extra ein A13-SoC verbaut, wie das Unternehmen stolz bekanntgab. Die Hardware entspricht ungefähr dem Chip aus dem iPhone 11. Sie ist für den Nutzer nicht zugänglich, man kann also nicht etwa iOS-Programme direkt auf dem Bildschirm ausführen – es ist ein reines internes Steuer-SoC. Der enthaltene Image-Prozessor (ISP) sollte eigentlich für eine Verbesserung der Webcam-Bilder sorgen, was Apple bei der Vorstellung auch betonte.

Doch genau das ist nach den ersten Tests eben nicht der Fall. Alle anderen Apple-Webcams schlugen das Bild des Studio Display – von Drittherstellern ganz abgesehen. Wie es sein konnte, dass Apple der Bug vor der Auslieferung der Bildschirme nicht aufgefallen ist, bleibt ein Rätsel, das nur der Hersteller beantworten kann. Das Studio Display kann mit matter „Nanotexturglas“-Beschichtung und neigungs- und höhenverstellbarem Standfuß bis zu 2450 Euro kosten.


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(bsc)

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