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USA: FCC stuft Kaspersky-Software als Risiko für die nationale Sicherheit ein

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Die US-Telekommunikationsaufsicht FCC hat das russische Unternehmen Kaspersky und zwei chinesische Mobilfunkfirmen offiziell zu einem nicht akzeptablem Risiko für die nationale Sicherheit erklärt. Das teilte die Federal Communications Commission am Freitag mit. Außer Kaspersky stehen damit jetzt China Telecom und China Mobile auf einer 2019 eingeführten Liste, die unter anderem bereits Huawei und ZTE enthält. Kaspersky ist das erste nicht-chinesische Unternehmen darauf. Der Schritt werde dabei helfen, „unsere Netzwerke vor Gefahren zu schützen, die von staatliche unterstützten Hackern aus China und Russland ausgehen“, erklärte FCC-Mitglied Brendan Carr. Bei der Bekanntmachung der Entscheidung wurde kein Bezug auf den Ukraine-Krieg genommen.

Die Einstufung durch die FCC bedeutet für Kaspersky und die anderen Unternehmen, dass ihnen der Zugang zu staatlichen Fördermitteln in den USA verwehrt wird. Netzwerktechnik der betroffenen Firmen kann deswegen beim staatlich subventionierten Netzwerkausbau in ländlichen Regionen nicht mehr eingesetzt werden. Bei Kaspersky geht es nun um „Produkte und Lösungen zur Informationssicherheit“, die von dem Unternehmen oder damit verbundenen Anbietern direkt oder indirekt bereitgestellt werden. Kaspersky bezeichnete sich in einer ersten Stellungnahme als „enttäuscht“. Die Einstufung beruhe nicht auf einer technischen Prüfung von Kaspersky-Produkten, sondern auf politischen Einschätzungen.

Nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine war Kaspersky auch hierzulande erneut in den Fokus gerückt. Mit einiger Verspätung hatte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am 15. März eine offizielle Warnung „vor dem Einsatz von Virenschutzsoftware des russischen Herstellers Kaspersky“ ausgesprochen. Anders als nun bei der FCC wurde in der Begründung der Krieg angeführt. Das notwendige Vertrauen in „die Zuverlässigkeit“ sowie die „authentische Handlungsfähigkeit“ eines Herstellers von Antiviren-Software sei angesichts der Vorgänge in Russland nicht mehr gegeben. Das BSI empfiehlt, Anwendungen aus dem Portfolio von Virenschutzsoftware des Unternehmens Kaspersky durch alternative Produkte zu ersetzen.


(mho)

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