Start Nachrichten Verfügung droht: Apple will Provision für In-App-Käufe eintreiben – so oder so

Verfügung droht: Apple will Provision für In-App-Käufe eintreiben – so oder so

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Apple pocht auf seine Provision. Selbst wenn Apple gerichtlich gezwungen werden sollte, andere Kaufmöglichkeiten in Apps zu erlauben, könne man weiterhin eine Provision dafür berechnen, betonte der Konzern in der jüngsten Eingabe an ein US-Berufungsgericht. Apple fordert darin, die im Rechtsstreit mit Epic Games erlassene einstweilige Verfügung auszusetzen. Sie erlaubt iOS-Apps ab dem 9. Dezember, auf externe Kaufmöglichkeiten zu verweisen – eine radikale Änderung in Apples App-Store-Geschäftsmodell.

iPhone-Apps müssen den Verkauf digitaler Inhalte seit jeher über Apples In-App-Bezahlschnittstelle (In-App Purchase – IAP) abwickeln, Apple behält so automatisch bis zu 30 Prozent Provision ein – ein Milliardengeschäft.

Man habe bislang nur deshalb keine Provision auf den Verkauf digitaler Inhalte über „Buttons und Links“ veranschlagt, weil diese Kaufmöglichkeiten gar nicht erlaubt waren, erläutert Apple. Sollte die drohende Verfügung in Kraft treten, könne man aber auch eine Provision auf solche Käufe berechnen. Apple müsse dafür Aufwand betreiben und ein „System und Prozesse erstellen“.

Die dadurch entstehenden Kosten könne man zudem nicht Epic in Rechnung stellen, deshalb würde die Verfügung Apple irreparablen Schaden zufügen, argumentiert das Unternehmen (Aktenzeichen 21-16506 & 21-16695, Epic Games vs. Apple, United States Court of Appeals for the Ninth Circuit).

Apple hat das Berufungsgericht aufgefordert, die Verfügung sofort bis zu einer Entscheidung auszusetzen. Man sei gewillt, damit bis vor das oberste US-Gericht zu ziehen, schrieb das Unternehmen zuvor schon.


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Eine Reihe von Entwicklern und App-Anbietern laufen inzwischen offen Sturm gegen Apples Provision und die App-Store-Vorgaben. Neben Gerichten befassen sich zunehmend auch Regulierungsbehörden und Gesetzgeber mit Apples Regelwerk. Kleinere Änderung an den App-Regeln hat Apple auf Druck von Sammelklagen und Regulierern in Aussicht gestellt: So sollen Entwickler ihre Nutzer etwa außerhalb der App künftig über günstigere Kaufmöglichkeiten informieren dürfen. Bestimmten Apps soll es ab Anfang 2022 zudem erlaubt sein, einen Link etwa auf eine externe Account-Verwaltung zu setzen.


(lbe)

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