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Virtualisierer QEMU 7.0 mit Intel AMX-Support und viel Neuem für ARM & RISC-V

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QEMU ist ein ächtiger Open-Source-Emulator und Virtualisierers. Die Version 7.0 bringt unter anderem massive Verbesserungen für die quelloffene RISC-V-Plattformen.

Für die x86-Plattform bringt QEMU 7.0 eine wesentliche Neuerung: Unterstützung für Intels Advanced Matrix Extension (AMX). Die spannende Funktion erweitert den Befehlssatz von AMD- und Intel-Prozessoren um Matrix-Operationen („zweidimensionale Register“), um Anwendungen für künstliche Intelligenz und Machine Learning per Hardware zu beschleunigen.

Mit der neuen Option „-display dbus“ lässt sich die QEMU-Anzeige an externe Prozesse exportieren. Das bringt eine direkte Verbindung beispielsweise zum gtk4-rs-Widget für zukünftige GNOME-Boxen, Virt-Viewer oder andere Software-Frontends.

Für die ARM-Plattform bietet QEMU 7.0 einige neue Funktionen für das generische virt-Board wie virtio-mem-pci, dtb-kaslr-seed (die Möglichkeit, einen RNG-Seed in den DTB der virtuellen Maschine zu setzen) oder die CPU-Topology einer VM zu definieren. Die Xilinx Versal-virt wurde unter anderem um einen OSPI Flash Memory-Controller erweitert.

Schließlich gibt es ein komplett neues BMC-Boardmodell: das OpenBMC Mori, das auf zwei ARM Cortex-A9 CPUs basiert. ARMv4 und ARMv5 wurden aus dem Tiny Code Generator (TCG) entfernt. Damit lassen sich keine QEMU-VMs mehr aus den beiden Plattformen starten, ARMv4/ARMv5-Machinen aber nach wie vor auf anderen Systeme emulieren.

Die RISC-V-Unterstützung gilt nicht mehr als experimentell und ist deutlich verbessert worden, beispielsweise um die Unterstützung von KVM und Gästen mit bis zu 32 vCPUs. Endlich unterstützt QEMU auch die RISC-V 1.0 Vector Extension in der ratifizierten Form, dazu gibt es einen experimentellen Support für 128-bit-CPUs. Die Möglichkeit, Nicht-Linux-Kerne auf RISC-V-Gästen zu laden, wurde erweitert.

Das Limit für Kerne von OpenRISC-Maschinen wurde von zwei auf vier angehoben, außerdem kann ein externes initrd-Image geladen werden. Für mit QEMU emulierte HPPA-Maschinen können nun bis zu 16 vCPUs definiert werden, zusätzlich wurden die Grafikmöglichkeiten verbessert. Eine QEMU-SCSI-Bootorder erleichtert die Installation auf und den Start von Gästen. Die Ausgaben auf der Firmware-Konsole kann ab QEMU 7.0 seriell oder grafisch erfolgen.

Für Anhänger klassischer PowerPCs gibt es schlechte Nachrichten, denn die Unterstützung für 401/403 und 601/602 wurde entfernt. Als Ausweg bietet sich die PPC604-CPU an, die die Funktionen der ausgemusterten CPUs abdeckt. Ganz alte Macs lassen sich aber nach wie vor per m68k-Emulation nachbilden.

Beim s390x-Support gab es viele Fehlerkorrekturen und sowie eine Unterstützung für Kernel-Parameter mit einer Länge von mehr als 896 Zeichen, sofern der verwendete Linux-Kernel dies unterstützt. Für die SPARC-, Alpha- und MIPS-Architekturen gab es weder Verbesserungen noch Neuigkeiten.

Alle Änderungen und mögliche Inkompatibilitäten von QEMU 7.0 sind Changelog und der Online-Doku auf der QEMU-Projektseite dokumentiert.


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(odi)

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