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Warum Apple das Shoppen mit Siri unterbindet

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Apples Siri-Team hatte zwischenzeitlich vor, die Sprachassistentin auch zum Einkaufen von Apps, Diensten und anderen Angeboten nutzbar zu machen. Der Konzern habe sich dann aber dagegen entschieden, berichtet der IT-Newsdienst The Information. Den Angaben zufolge soll dies bereits vor drei Jahren geschehen sein. Der Grund: Das Unternehmen hatte Privacy-Bedenken.

Eigentlich wollte sich Apple an der Konkurrenz orientieren. So kann man sich seit Jahren mit Amazons Alexa per Spracheingabe Produkte des E-Commerce-Riesen ins Haus bestellen, aber auch digitale Güter. Apples Ideen waren wohl ähnlich gelagert. Doch die strikten Datenschutzregeln des Konzerns hätten die Umsetzung letztlich verhindert. Apple wolle den Apple-ID-Account eines Benutzers nicht mit seinem Stimmprofil verknüpfen. Es fand sich jedoch keine andere Alternative, Einkäufe einer Person korrekt zu authentifizieren, damit auch Gelder eingezogen werden können.

Interessanterweise bietet Apple mittlerweile Funktionen an, die Stimmen via Siri unterscheiden. Das Feature nennt sich „Meine Stimme erkennen“ und ermöglicht Siri, „deinen Namen zu kennen, auf deine Musikmediathek, Playlists, deinen Apple Music-Account und andere Musikstreamingdienste zuzugreifen, „Wo ist?“ zu verwenden und sichere HomeKit-Geräte vom HomePod aus zu steuern“, wie Apple erläutert. Allerdings scheint hier das Sicherheitsniveau immer noch nicht auszureichen, um Einkäufe zu tätigen.

Apples hohe Ansprüche an den Datenschutz sorgen regelmäßig dafür, dass der Konzern bei der Umsetzung Privacy-relevanter Funktionen an Grenzen stößt. Abhilfe schaffen sollen das On-Device-Lernen, bei dem sensible Daten das eigene Gerät nicht verlassen, sowie Differential Privacy – algorithmische Methoden, die dem Datenschutz dienen. Allerdings soll es auch hier nicht immer zu idealen Ergebnissen kommen.

Die Ansagen zu dem Thema stammen laut The Information direkt von Konzernchef Tim Cook und seinem Senior-Management-Team. Das Unternehmen fürchtet unter anderem, dass nicht nur Hacker, sondern auch die eigenen Mitarbeiter Informationen aus unzulässigen Gründen abfragen könnten, weshalb die vorgehaltenen Datenmengen deutlich geringer sind als bei der Konkurrenz.


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(bsc)

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