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Wie die Cloud Unternehmen dabei helfen kann, sich von der Anbieterbindung zu befreien [Q&A]

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Cloud-Taste

In der IT-Branche konzentrieren sich Softwareanbieter natürlich darauf, einfachere Möglichkeiten für das Onboarding neuer Kunden zu entwickeln und einzigartige Funktionen auf ihren Plattformen bereitzustellen, aber sie widmen selten Entwicklungszyklen, um den Export von Workloads zu vereinfachen. Daher kann es schwierig sein, Workloads zu extrahieren und zwischen konkurrierenden Plattformen zu wechseln. Dies wird allgemein als „Vendor Lock-In“ bezeichnet und betrifft insbesondere Datenbanken und Unternehmensanwendungen.

Aber laut Chris Patterson, Senior Director of Product Management bei Navisite, einem RDX-Unternehmen, bietet Cloud Computing eine ungewöhnliche Möglichkeit für Unternehmen, sich von der Anbieterbindung zu lösen. Er glaubt, dass die Cloud-Migration den Status Quo ändern könnte, denn wenn Unternehmen beschließen, ihre Datenbanken in die Cloud zu migrieren, bietet sich auch die Möglichkeit, auf neue Alternativen wie Amazon Aurora und Azure SQL umzusteigen.

Wir haben mit Chris gesprochen, um mehr darüber zu erfahren, wie die Cloud Unternehmen helfen kann, sich endlich von der Anbieterbindung zu befreien.

BN: Warum haben immer noch so viele Unternehmen mit Datenbank-Lock-in zu kämpfen?

CP: Seit Jahren schrecken große Anbieter von Legacy-Datenbanken von der Migration zu anderen Anbietern ab, indem sie den Entwicklungsbemühungen für die Datenextraktion keine Priorität einräumen. Es ist zwar verständlich, dass sie sich auf die Entwicklung von Funktionen konzentrieren, um Kunden zu halten, aber dies hat dazu geführt, dass Migrationsprozesse zu komplex, kostspielig und störend sind. Sobald ein Unternehmen auf einer bestimmten Datenbank läuft, gibt es wirklich keinen einfachen Weg, diese zu verlassen – es sei denn, das Unternehmen möchte viel Zeit, Ressourcen und Budget verlieren.

Dies hat Organisationen praktisch hilflos gemacht. Selbst wenn diese großen Anbieter ihre Lizenzmodelle und Wartungskosten ändern und erhöhen, ist die Preiserhöhung für viele Benutzer leichter zu schlucken als der Gedanke, auf eine neue Datenbank zu migrieren.

Viele dieser eingesperrten Unternehmen erkennen noch nicht, dass die Cloud als Katalysator für Veränderungen dienen kann.

BN: Welche Chancen bietet die Cloud-Migration?

CP: Immer mehr Unternehmen mit Legacy-Datenbankimplementierungen möchten in die Public Cloud migrieren, um den Herausforderungen zu entgehen, die mit der internen Systembereitstellung einhergehen: hohe Kapitalkosten, zeitaufwändige Infrastrukturbereitstellung und -verwaltung sowie mangelnde Elastizität und Anpassungsfähigkeit. Die Migration in eine neue Umgebung bietet Unternehmen eine natürliche Gelegenheit, auch Workloads von ihrer bestehenden Datenbank zu Open-Source-Cloud-Optionen wie Amazon Aurora oder Azure SQL zu migrieren.

Wenn Sie die gesamte Arbeit, die mit der Migration einer lokalen Datenbank in die Cloud verbunden ist, durchführen möchten, können Sie auch verschiedene Anbieter evaluieren, bevor Sie mit dem Migrationsprozess beginnen. Während der gesamten Migration ist der gleiche Aufwand erforderlich, unabhängig davon, ob Sie bei Ihrem bestehenden Anbieter bleiben oder zu einem neuen Anbieter wechseln. Warum also nicht diese Gelegenheit nutzen, um sich von der bisherigen Anbieterbindung zu befreien?

BN: Aber gibt es in der Cloud-Welt nicht auch Vendor Lock-In?

CP: Ja, sowohl aus der System- als auch aus der Cloud-Plattform-Perspektive. Aus der Systemperspektive bleiben die Hindernisse für den Anbieterwechsel nach der Migration Ihres On-Premise-Anbieters in die Cloud ähnlich wie beim typischen On-Premise-Modell. Es ist die eigentliche Migrationsphase, in der das Zeitfenster offen ist, um zu Open-Source-Alternativen zu wechseln. Wenn Sie sich aus der Perspektive der Plattform auf einen einzigen Cloud-Anbieter verlassen, der all Ihre Daten-, Anwendungs- und Infrastrukturanforderungen unterbringt, sichert und verwaltet, dann ist die Anbietersperre ein sehr reales Problem, und die Plattform wird zu einem einzigen Fehlerpunkt.

Es gibt jedoch einige Dinge, die Unternehmen tun können, um typische Lock-in-Herausforderungen in der Cloud zu vermeiden, z. B. die Einführung einer Hybrid- oder Multi-Cloud-Umgebung und die Nutzung von Open-Source-Optionen. Einer der größten Vorteile der Verwendung einer Open-Source-Plattform besteht darin, dass Unternehmen nicht an die Technologie eines bestimmten Anbieters gebunden sind. Stattdessen unterstützt Open-Source-Software in der Regel Interoperabilität – wodurch das Risiko einer künftigen Anbieterbindung erheblich reduziert wird.

Am wichtigsten ist, dass Kunden mit Open-Source-Cloud-Optionen nicht den kundenfeindlichen Lizenzpraktiken, Wartungsgebühren und unterdurchschnittlichem Kundensupport der alten Anbieter ausgesetzt sind.

BN: Welche weiteren Vorteile bietet die Verwendung von Open-Source-Datenbanken?

CP: Mit Open Source können Unternehmen Datenbankleistung und -funktionen der Enterprise-Klasse erleben und gleichzeitig vom transparenten Open-Source-Geschäftsmodell „Pay-as-you-go“ profitieren. Die Flexibilität ist enorm, da Benutzer den Quellcode anpassen und verbessern können. Und es gibt die Macht der „Gemeinschaft“. Wenn eine Gemeinschaft von Entwicklern zusammenarbeitet, um eine Anwendung, Datenbank oder Software zu verbessern, sind das Endergebnis oft beschleunigte Entwicklung, Innovation und Time-to-Market. Darüber hinaus trägt die Kraft der Community dazu bei, die Sicherheit von Open-Source-Projekten zu stärken, da die Überprüfung des Quellcodes durch eine große Anzahl von Technikern in der Regel zu einer schnelleren Identifizierung und Behebung von Fehlern, Fehlern und Schwachstellen führt.

BN: Können Sie einige Best Practices für die Cloud-Migration teilen?

CP: Entwickeln Sie vor Beginn des Cloud-Migrationsprozesses ein umfassendes Budget und eine Strategie für die Migration von On-Premise in die Cloud. Bewerten Sie dann die lokale Datenbank, um Bereiche zu identifizieren, die sich auf den Migrationserfolg auswirken könnten. Wenn Migrationsprobleme früh im Lebenszyklus der Cloud-Konvertierung behoben werden, werden Probleme minimiert und Projekte schneller abgeschlossen.

Es ist auch wichtig, sich die Zeit zu nehmen, verschiedene Architekturen und Anbieterprodukte gründlich zu verstehen und zu bewerten. Unternehmen, die sich bei der Migration in die Cloud für einen Wechsel zu einem anderen Anbieter entscheiden, sollten einen Refactoring-Service in Betracht ziehen. Refactoring, der Prozess, bei dem Entwickler Anwendungen neu codieren und Datenbankschemata anpassen, ist eine Voraussetzung für die Migration von einer Datenbank auf eine andere, aber in vielen Fällen ist es aufgrund der Anzahl von Anwendungen auch das Haupthindernis für die Anwendungsmigration Personalstunden erforderlich. Refactoring-Services können dieses Hindernis im Migrationsprozess beseitigen, indem die Beteiligung des IT-Personals an Refactoring-Projekten um 80 Prozent oder mehr reduziert wird.

Nach der Migration sollten Unternehmen die Ressourcennutzung genau überwachen und Migrationstests und Konvertierungspläne implementieren.

Ein paar einfache Best Practices wie die oben genannten können den Migrationsprozess von einem massiven Unterfangen zu einem sehr machbaren IT-Projekt machen. Und wenn IT-Abteilungen den Migrationsprozess vereinfachen und ihn gleichzeitig als Chance nutzen, den Teufelskreis der Datenbank-Sperre zu beenden, können sie einen erheblichen Mehrwert schaffen – nicht nur für ihre Abteilung, sondern auch für das Geschäft und das Geschäftsergebnis sowie.

Bildnachweis: rozelt / Depositphotos.com



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