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XPS 13 Plus: Dell überarbeitet sein Edelnotebook großflächig

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Obwohl Intel auf der CES noch keine Details zu seinen kommenden Alder-Lake-Prozessoren unterhalb der H-Familie genannt hat, hält das die Notebookhersteller nicht davon ab, bereits damit bestückte Notebooks zu enthüllen. Ein prominentes Beispiel ist die 2022er-Generation des Edelnotebooks XPS 13 – das künftig XPS 13 Plus heißen wird.

Die Namensänderung geht mit einem komplett neuen Gehäusedesign einher. So erstreckt sich die Tastatur jetzt vollständig von dem linken bis zum rechten Gehäuserand, ohne dass es am Rand oder zwischen den Tasten noch nennenswerte Stege oder Zwischenräume geben würde. Ungewöhnlich: Die oberste F-Tastenreihe besteht nicht mehr aus physischen Tasten, sondern einem Sensorstreifen. Die jeweils aktive Belegung mit F-Tasten oder Sonderfunktionen erkennt man mittels einer Beleuchtung, die von unten durch das Sensorfeld strahlt.

Auch wenn Dell verspricht, dass die Esc- und Entf-Taste immer erreichbar sind: Blindes Tippen ist mangels spürbarer Ränder und fehlendem Anschlag nicht mehr möglich – was außer Entwicklern auch all diejenigen Nutzer einschränkt, die viel mit Tastenkombinationen wie Alt+F4 hantieren. Es mutet seltsam an, dass sich Dell für den Sensorstreifen entschieden hat, denn sämtliche vergangenen Versuche, solche in Notebooks zu etablieren, sind gescheitert: Lenovo hat die Versuche bereits anno 2014 nach nur einer Generation (ThinkPad X1 Carbon Gen4) wieder eingestellt und Apple seine viel gescholtene Touch Bar mit der Ende 2021 erschienenen MacBook-Pro-Baureihe beerdigt.



Tastatur bis zum Gehäuserand, keine Touchpadabgrenzung und Touchfeld statt F-Tasten: Das neue XPS 13 Plus macht vieles anders.

(Bild: Dell)

Ebenfalls ohne spürbare Begrenzung kommt das Touchpad daher, welches Teil einer aus einem Stück Glas gefertigten Handballenablage ist. Diese minimalistische Designentscheidung bedeutet auch, dass Dell sich von traditionellen Materialien verabschiedet hat: Das bislang dort verwendete, sichtbare Geflecht aus Kohle- oder Glasfasern, das den XPS-Notebooks einen ikonischen Look gab, gibt es beim XPS 13 Plus nicht mehr. Man kann zwar weiterhin zwischen einem dunklen oder hellen Gehäuse wählen, doch das wird nur noch über eine entsprechende Färbung von Aluminiumgehäuse und Glaseinlagen erreicht.

Einschränkender Minimalismus findet sich auch bei den Schnittstellen wieder: Es gibt genau zwei Thunderbolt-fähige USB-C-Buchsen, aber weder einen analogen Audioausgang noch Kartenleser. Die gab es bei der noch aktuellen Vorgängergeneration noch; USB-A oder HDMI waren schon dort verschwunden.


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Der Bildschirm des XPS 13 Plus ist wie gehabt ein 13,4-Zoll-Panel im 16:10-Format. Allerdings ergänzt Dell die bekannte Auswahl von mattem 1920er-Display bis 4K-Touchscreen um eine OLED-Option mit 3,5K-Auflösung. Letzteres deckt den DCI-P3-Farbraum vollständig ab und erfüllt den DisplayHDR-500-Standard.


(Bild: Dell)

Das XPS 13 Plus wird mit 28-Watt-Prozessoren der zwölften Core-i-Generation, PCIe-4.0-SSDs mit bis zu 2 TByte und bis zu 32 GByte LPDDR5-Arbeitsspeicher bestückt. Außer Windows 11 wird man auch wieder eine Developer Edition mit vorinstalliertem Ubuntu 20.04 kaufen können.

Das 1,2 Kilogramm leichte XPS 13 Plus soll im Laufe des Frühjahrs verfügbar sein; Preise hat Dell noch nicht bekannt gegeben.


(mue)

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